Neue­run­gen beim Er­neu­er­ba­re-Ener­gi­en-Ge­setz

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIR IM SÜDEN -

2017 tra­ten Neue­run­gen beim Er­neu­er­ba­re-Ener­gi­en-Ge­setz (EEGH) in Kraft. Das Ge­setz re­gelt, dass die Er­zeu­ger er­neu­er­ba­rer Ener­gi­en aus Wind, Son­ne oder Was­ser­kraft ei­ne fes­te Ver­gü­tung er­hal­ten. An­ders ist vor al­lem ei­nes: Wer aus Ökostrom Geld ha­ben will, muss an Aus­schrei­bun­gen teil­neh­men. Die­se nimmt die Bun­des­netz­agen­tur vor. Nur je­ne Pro­jekt­pla­ner, die zu be­son­ders güns­ti­gen Prei­sen an­bie­ten, er­hal­ten fes­te Prei­se für ih­ren Ökostrom. Da­mit will man ver­hin­dern, dass be­zu­schuss­ter Ökostrom die Prei­se am Strom­markt zu stark drückt. In Ba­den-Würt­tem­berg hat bei der ers­ten Aus­schrei­bungs­run­de kein ein­zi­ges Pro­jekt ei­nen Zu­schlag er­hal­ten. Weil in Nord­deutsch­land die Be­din­gun­gen für Wind­kraft bes­ser sind, kön­nen hie­si­ge An­la­gen nicht so güns­tig pro­du­zie­ren. Wenn nun wei­te­re An­la­gen aus Al­ters­grün­den aus der För­de­rung fal­len, fürch­ten die Grü­nen, dass des­halb vor Ort kein Er­satz ent­steht. Bis 2023 fal­len 162 An­la­gen aus der För­de­rung her­aus. Die­se Wind­rä­der er­brin­gen ei­ne Leis­tung von 179 Me­ga­watt – das sind knapp 17 Pro­zent der ge­sam­ten Ka­pa­zi­tät im Land. (tja)

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