EU-Par­la­ment will Bei­tritts­ge­sprä­che mit Tür­kei aus­set­zen

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

STRASSBURG (AFP) - Das Eu­ro­pa­par­la­ment hat die of­fi­zi­el­le Aus­set­zung der Bei­tritts­ge­sprä­che mit der Tür­kei ge­for­dert, soll­te An­ka­ra ei­ne um­strit­te­ne Ver­fas­sungs­re­form um­set­zen. In die­sem Fall müss­ten die EU-Kom­mis­si­on und der Rat der Mit­glied­staa­ten „un­ver­züg­lich“han­deln, ver­lang­te das Par­la­ment am Don­ners­tag in ei­ner nicht bin­den­den Ent­schlie­ßung. In der Tür­kei stieß der Par­la­ments­be­schluss auf Ab­leh­nung.

Die Ab­ge­ord­ne­ten äu­ßer­ten Kri­tik am De­mo­kra­tie­ab­bau in der Tür­kei seit dem ge­schei­ter­ten Mi­li­tär­putsch vom 15. Ju­li 2016. Die von Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan un­ter dem Aus­nah­me­zu­stand er­grif­fe­nen Maß­nah­men hät­ten „un­ver­hält­nis­mä­ßi­ge und lan­ge an­hal­ten­de ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen“für Bür­ger und Grund­rech­te. Der FDP-Ab­ge­ord­ne­te Alex­an­der Graf Lambs­dorff for­der­te die EU-Staa­ten auf, das „star­ke Si­gnal“des Eu­ro­pa­par­la­ments nicht zu igno­rie­ren und die Bei­tritts­ver­hand­lun­gen aus­zu­set­zen. Der Dia­log mit der Tür­kei sol­le nicht ab­ge­bro­chen, son­dern auf ei­ne „ehr­li­che Grund­la­ge“ge­stellt wer­den, sag­te Lambs­dorff.

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