Eh­ren­sa­che

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ERSTE SEITE - un­term­strich@schwa­ebi­sche.de

An­ge­fan­gen hat es mit Fei­er­ta­gen wie Weih­nach­ten, Os­tern, Pfings­ten. Dann muss je­mand auf den Ge­dan­ken ge­kom­men sein; was die Chris­ten kön­nen, kön­nen wir auch. Es ka­men an­de­re Fei­er­ta­ge da­zu, et­wa der Tag der Ar­beit. Hier ge­riet schon ei­ni­ges in Schief­la­ge, weil aus­ge­rech­net an die­sem Tag alle auf der fau­len Haut lie­gen. Al­lein die Au­to­no­men, al­so die Ku­schel­ty­pen vom Schwar­zen Block, zün­den an die­sem Tag Au­tos an, damit den Ar­bei­tern nicht die Ar­beit aus­geht. Da­zu ge­sell­ten sich noch an­de­re Eh­ren­ta­ge, et­wa der Tag der deut­schen Ein­heit, den Zy­ni­ker mit dem Volks­trau­er­tag ver­wech­seln. Wie auch im­mer, das Mot­to lau­tet, je­der Tag ein Eh­ren­tag. Ges­tern war der Eh­ren­tag der Kuh. Da­zu heißt es, die­ser „spe­zi­el­le Tag für Kü­he ver­deut­licht de­ren ge­wich­ti­ge Rol­le in un­se­rem täg­li­chen Le­ben“. Wie Kü­he die­sen Tag fei­ern, ist nicht be­kannt, mög­li­cher­wei­se kommt es zu Fe­ten auf der Wei­de oder zu spon­ta­nen Muh- (nicht zu ver­wech­seln mit Buh-) Kon­zer­ten.

Dum­mer­wei­se hat das Jahr aber nur 365 Ta­ge, wes­halb an ei­nem Tag gleich meh­re­res ge­ehrt wird. So war ges­tern auch der Na­tio­na­le Tag der Nackt­heit. Da­zu heißt es: „Die­sen Tag kann man fei­ern, in­dem man sich zu Hau­se oh­ne Klei­dung be­wegt.“Man kann aber auch nackt auf ei­ner Kuh rei­ten und so wert­vol­le Sy­ner­gie­ef­fek­te er­zie­len.

Heu­te ist üb­ri­gens der Tag des Ta­pio­ka-Pud­dings und am Sonn­tag der Tag des fri­schen Spi­nats (dann bit­te auf TK-Wa­re ver­zich­ten). Vor­mer­ken soll­ten Sie sich auch den 16. Au­gust, den Er­zähl-ei­nen-Witz-Tag. Ih­rer könn­te so an­fan­gen: „Es war ein­mal ein Eh­ren­tag ...“(dg)

FO­TO: DPA

Am Sonn­tag ist Tag des fri­schen Spi­nats. Wie frischer Spi­nat die­sen Tag fei­ert, ist nicht be­kannt.

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