Er­do­gan pro­vo­ziert Eu­ro­pa

Tür­ki­scher Prä­si­dent for­ciert Ein­füh­rung der To­des­stra­fe

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ERSTE SEITE -

AN­KA­RA (dpa) - Ein Jahr nach dem Putsch­ver­such in der Tür­kei hat Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan ein gna­den­lo­ses Vor­ge­hen ge­gen Put­schis­ten an­ge­kün­digt und für die Wie­der­ein­füh­rung der To­des­stra­fe plä­diert. Der deut­sche Au­ßen­amts­staats­mi­nis­ter Micha­el Roth (SPD) kri­ti­sier­te, Er­do­gan trei­be die Tür­kei so im­mer wei­ter in die Iso­la­ti­on.

Er­do­gan be­ton­te, ei­nem Ge­setz zur Wie­der­ein­füh­rung der To­des­stra­fe wür­de er so­fort zu­stim­men. Ihm sei egal, was „Hans und Ge­or­ge“– Staa­ten wie Deutsch­land oder Groß­bri­tan­ni­en al­so – da­zu sag­ten. Au­ßen­amts­staats­mi­nis­ter Roth sag­te dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land: „Wenn er die To­des­stra­fe ein­führt, dann ist Schluss mit den EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen und der tür­ki­schen Mit­glied­schaft im Eu­ro­pa­rat.“

Er­do­gan üb­te schar­fe Kritk an der EU. De­ren Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker will die Tür für die Tür­kei den­noch of­fen hal­ten.

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