Last für die Zu­kunft

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIR IM SÜDEN - Von Ka­ra Ball­arin k.ball­arin@schwa­ebi­sche.de

Das hät­te kein Re­gie­plan bes­ser in­sze­nie­ren kön­nen: Zwei Ta­ge nach der ent­schei­den­den Sit­zung der grün-schwar­zen Haus­halts­kom­mis­si­on prä­sen­tiert der Lan­des­rech­nungs­hof sei­ne Denk­schrift 2017. Wäh­rend am Sams­tag die Lan­des­re­gie­rung er­klär­te, in den kom­men­den zwei Jah­ren et­wa 2000 Stel­len neu schaf­fen zu müs­sen, kam am Mon­tag der Prä­si­dent des Rech­nungs­hofs, Max Mun­ding, sei­ner Kern­auf­ga­be nach: die An­kün­di­gung der Re­gie­rung scharf zu kri­ti­sie­ren.

Mun­ding hat recht: Der mas­si­ve Stel­len­zu­wachs bür­det künf­ti­gen Lan­des­re­gie­run­gen und der Ge­sell­schaft ins­ge­samt ei­ne gro­ße Last auf – auch wenn Grün-Schwarz für je­de neue Stel­le mehr Geld in den Pen­si­ons­fonds des Lan­des ein­zah­len möch­te und da­mit Rück­stel­lung für spä­ter bil­den will.

Kei­ne Fra­ge, manch neue Stel­le ist not­wen­dig. So darf et­wa an der Bil­dung der Kin­der und Ju­gend­li­chen im Land nicht ge­spart wer­den. Dass es aber in Sum­me mehr als 2000 neue Stel­len wer­den sol­len, klingt eher nach Wünsch-dir­was als nach nach­hal­ti­ger und sach­ge­rech­ter Per­so­nal­po­li­tik.

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