Schwaebische Zeitung (Tettnang)

Neue In­kas­so­re­geln ent­las­ten Schuld­ner

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BERLIN (dpa) - Die In­kas­so­ge­büh­ren in Deutsch­land sol­len ins­be­son­de­re für Schuld­ner klei­ner Be­trä­ge sin­ken. Ei­ne ent­spre­chen­de Re­form be­schloss der Bun­des­tag am Frei­tag in Berlin mit den Stim­men der Ko­ali­ti­ons­frak­tio­nen CDU/CSU und SPD. AfD, FDP, Lin­ke und Grü­ne stimm­ten da­ge­gen.

So müs­sen In­kas­so­dienst­leis­ter Schuld­ner künf­tig schon beim ers­ten Kon­takt in der Re­gel un­ter an­de­rem dar­über in­for­mie­ren, in wes­sen Auf­trag sie han­deln, um wel­chen Ver­trag genau es geht und wel­che Kos­ten bei Ver­zug ent­ste­hen könn­ten. Bei klei­nen For­de­run­gen von bis zu 50 Eu­ro soll­ten die In­kas­so­kos­ten, die Schuld­ner zu­sätz­lich zah­len müs­sen, nicht hö­her aus­fal­len als die For­de­rung selbst.

Gläu­bi­ger, die so­wohl Rechts­an­wäl­te als auch In­kas­soun­ter­neh­men be­auf­tra­gen, dür­fen die Kos­ten da­für nur bis zu der Hö­he zu­rück­ver­lan­gen, die al­lein mit der Be­auf­tra­gung ei­nes Rechts­an­walts ent­stan­den wä­re. Sie dür­fen al­so nicht mehr bei­des ab­rech­nen.

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