Schwaebische Zeitung (Tettnang)

Ein­fach mal nichts kau­fen

Der „Nix-Kauf-Tag“wirbt für ein nach­hal­ti­ge­res Kon­sum­ver­hal­ten

- Youtube

kocht, ge­strickt und selbst ge­macht. So­gar In­flu­en­cer back­ten auf YouTube plötz­lich Ba­na­nen­brot. We­ni­ger kon­su­miert wur­de im Gro­ßen und Gan­zen trotz­dem nicht. Die Men­schen kauf­ten statt­des­sen ein­fach mehr im In­ter­net.

„Ich ha­be den Ein­druck, dass es in Zei­ten von Co­ro­na ei­ne Art Zeit­ge­wor­den ist“, sagt Fif­ka. Ge­ra­de der On­line­han­del ver­füh­re zu Schnell­schuss-Käu­fen, was der Ex­per­te an­ge­sichts der vie­len Re­tou­ren be­son­ders pro­ble­ma­tisch fin­det. „Vie­le Re­tou­ren ge­hen gar nicht mehr in den Ver­kauf, weil es lo­gis­tisch nicht mög­lich ist.“Oder weil es sich an­ge­sichts der ge­rin­gen

Her­stel­lungs­kos­ten nicht loh­ne. Trotz­dem ist der On­line­han­del nicht per se schlecht in Hin­blick auf Nach­hal­tig­keit. „Man muss das dif­fe­ren­ziert be­trach­ten“, sagt Jan Gim­kie­wicz vom Um­welt­bun­des­amt (UBA). In ei­nem For­schungs­pro­jekt un­ter­sucht das UBA der­zeit, wie sich der On­line­han­del auf die

durch den Fach­mann nicht durch die An­fahrt und den St­un­den­lohn“, sagt Sabrina Bohn vom Fa­bLab. Ihr Ein­druck ist, dass vie­le Elek­tro­ge­rä­te mitt­ler­wei­le schnel­ler ka­putt ge­hen.

„Wir stel­len aber auch ei­ne stei­gen­de Nach­fra­ge nach Re­pa­ra­tu­ren fest“, sagt sie. Vor al­lem mit Mu­sik­an­la­gen, Fern­se­hern, DVDPlay­ern, Kaf­fee-Voll­au­to­ma­ten und an­de­re Kü­chen­ge­rä­ten kä­men Hil­fe­su­chen­de zu den Re­pair-Ca­fé-Fach­leu­ten. Al­ler­dings wer­de es im­mer kom­ple­xer, Tech­nik­ge­rä­te zu re­pa­rie­ren, sagt Bohn. „Man­che kann man gar nicht mehr aus­ein­an­der­neh­men wie die elek­tri­schen Zahn­bürs­ten. Die muss man ein­schi­cken oder ei­ne neue kau­fen.“

Doch nicht im­mer muss es tat­säch­lich et­was Neu­es sein, wie Gim­kie­wicz vom Um­welt­bun­des­amt be­tont. Statt­des­sen kön­ne man Sa­chen auch ge­braucht kau­fen oder tei­len. So wie Mi­ni­ma­list Herr­mann. Seit Jah­ren be­sitzt er zum Bei­spiel kein Bü­gelei­sen mehr. Wenn er eins sei­ner we­ni­gen Hem­den bü­geln will, geht er ein­fach zu Nach­barn oder Freun­den. www.buynot­hing­day.de zu fin­den, Chris­tof Herr­manns Blog ist im Netz un­ter www.ein­fach­be­wusst.de/ mi­ni­ma­lis­mus

Mehr In­fos sind un­ter er­reich­bar.

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