Schwaebische Zeitung (Tettnang)

Wenn Vier­bei­ner Mund­ge­ruch ha­ben

Zäh­ne­put­zen hilft beim Vor­beu­gen von Ent­zün­dun­gen

- Von Ju­lia Kirch­ner Pets · Lifestyle

BERLIN (dpa) - Der Spaß mit Hund oder Kat­ze kann rasch ver­ge­hen, wenn der Lieb­ling ge­müt­lich ne­ben ei­nem auf dem So­fa sitzt und da­bei herz­haft gähnt. Da kann es pas­sie­ren, dass bei Frau­chen oder Herr­chen der Atem stockt, weil ei­nem ein feucht­war­mer Schwall übel­rie­chen­der Aus­düns­tun­gen aus dem Hun­deo­der Kat­zen­maul ent­ge­gen­schlägt.

„Mund­ge­ruch bei un­se­ren Haus­tie­ren kann ver­schie­de­ne Ur­sa­chen ha­ben“, er­läu­tert Ti­na Höl­scher, Tier­ärz­tin bei Ak­ti­on Tier. So kön­ne hin­ter dem fau­li­gen Ge­ruch ei­ne ernst­haf­te Er­kran­kung ste­cken. „Dem soll­te der Tier­be­sit­zer im­mer auf den Grund ge­hen“, rät die Ve­te­ri­nä­rin.

Harm­los sei­en Düf­te, die le­dig­lich vom Tier­fut­ter aus­ge­hen. In die­sen Fäl­len riecht die Atem­luft aber auch tat­säch­lich nach dem so­eben vom Tier ver­speis­ten Fut­ter­mit­tel. Die­se Duft­no­te un­ter­schei­de sich von Ge­rü­chen, die durch Krank­hei­ten be­dingt sind.

Riecht der Atem säu­er­lich? Dann wird das Fut­ter mög­li­cher­wei­se nicht gut ver­tra­gen. Hier kön­ne ein Fut­ter­wech­sel Ab­hil­fe schaf­fen. Die Um­stel­lung auf an­de­re Nah­rung soll­te al­ler­dings nie ab­rupt, son­dern im­mer über ei­nen Zei­t­raum von et­wa ei­ner Wo­che Schritt für Schritt er­fol­gen, in­dem täg­lich im­mer et­was mehr von dem neu­en und we­ni­ger vom ur­sprüng­li­chen Fut­ter ge­ge­ben wird, emp­fiehlt Höl­scher.

Riecht die Atem­luft fau­lig? „Hin­ter eit­ri­gem Atem ste­cken fast im­mer Ent­zün­dun­gen des Zahn­fleischs oder des Zahn­hal­teap­pa­ra­tes“, warnt Höl­scher. Das kön­ne schmerz­haft für den Hund aus­ge­hen und soll­te un­be­dingt vom Tier­arzt un­ter­sucht wer­den.

Da­mit es nicht erst so weit kommt, kön­nen Be­sit­zer vor­beu­gen. Höl­scher rät zum Put­zen der tie­ri­schen Zäh­ne von klein an. „To­le­rie­ren die Tie­re das Put­zen nicht, kann der Tier­hal­ter das Zahn­fleisch we­nigs­tens mit Chlor­he­xi­din-Gel be­tup­fen“, emp­fiehlt die Ve­te­ri­nä­rin. Das ma­che fast je­der Vier­bei­ner mit und hel­fe sehr gut ge­gen Ent­zün­dun­gen und da­mit auch ge­gen den un­an­ge­neh­men Mund­ge­ruch.

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FO­TO: UWE AN­S­PACH/DPA Mund­ge­ruch? Fau­li­ge Atem­luft bei Hun­den soll­ten Hal­ter im­mer beim Tier­arzt ab­klä­ren las­sen.

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