Schwaebische Zeitung (Tettnang)

Kon­flikt­ge­spräch mit dem Azu­bi

- Bundesinstitut für Berufsbildung

Wenn es um schwie­ri­ge The­men oder Kon­flik­te geht, soll­ten Aus­bil­der ein Kon­flikt­ge­spräch mit vier Pha­sen an­set­zen. Das rät die Platt­form „fo­r­aus.de“(Fo­rum für Aus­bil­derIn­nen), ein An­ge­bot des Bun­des­in­sti­tuts für Be­rufs­bil­dung (BIBB).

Im ers­ten Schritt soll­te das Pro­blem dar­ge­stellt wer­den. Der Aus­bil­der er­läu­tert den Grund für das Ge­spräch mög­lichst genau. Kri­tik­punk­te ver­an­schau­licht man mit Bei­spie­len aus dem Ar­beits­all­tag. All­ge­mein gilt: sach­lich und wert­schät­zend blei­ben.

Da­nach ver­su­chen Aus­bil­der und Azu­bi ge­mein­sam den Ur­sa­chen für den Kon­flikt auf den Grund zu ge­hen. Be­treu­er soll­ten sich genau an­hö­ren, wel­che Be­grün­dung der Azu­bi für sein Ver­hal­ten vor­bringt und kei­ne vor­schnel­len Schlüs­se zie­hen.

In Pha­se drei des Ge­sprächs macht man sich zu­sam­men dar­an, Lö­sun­gen zu su­chen. Aus­bil­der soll­ten Ide­en des Schütz­lings nicht per se ab­leh­nen. Geht es aber um Re­gel­ver­stö­ße, ist ei­ne kla­re An­sa­ge ge­bo­ten. Es kann hel­fen, ei­nen „Ver­trag“ab­zu­schlie­ßen, um für mehr Ver­bind­lich­keit zu sor­gen.

Nach dem Ge­spräch geht es aber in ei­nem letz­ten Schritt dar­um, die ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen zu über­prü­fen. Je nach­dem, ob das Ge­spräch ge­fruch­tet hat oder nicht, soll­ten Aus­bil­der an wei­te­re Kon­se­quen­zen oder ein Lob den­ken.

Na­tür­lich müs­sen auch die Rah­men­be­din­gun­gen für das Ge­spräch stim­men. Ein Kon­flikt­ge­spräch soll­te in Ru­he, mit aus­rei­chend Zeit und in Pri­vat­sphä­re statt­fin­den – am bes­ten un­ter vier Au­gen. Erst wenn das nichts hilft, soll­ten Aus­bil­der an­de­re da­zu­ho­len. (dpa)

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FO­TO: CHRISTIN KLOSE/DPA Ein Kon­flikt­ge­spräch zwi­schen Aus­bil­de­rin und Aus­zu­bil­den­der fin­det am bes­ten un­ter vier Au­gen statt.

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