Wer muss zah­len, wer bleibt ver­schont?

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIR IM SÜDEN -

Stu­di­en­ge­büh­ren für Nicht-EUAus­län­der: Ab dem Win­ter­se­mes­ter 2017/18 sol­len all je­ne Stu­den­ten 1500 Eu­ro pro Se­mes­ter zah­len, die aus ei­nem Land jen­seits der EU zum Stu­die­ren nach Ba­denWürt­tem­berg kom­men. Be­trof­fen sind nur neue Stu­den­ten. Aus­ge­nom­men sind al­le, die be­reits ein­ge­schrie­ben sind. Auch Eras­mus-Stu­den­ten und Teil­neh­mer an Lan­des- oder Hoch­schul-Pro­gram­men blei­ben ver­schont. Auch Nicht-EU-Aus­län­der, die in Deutsch­land ih­re Hoch­schul­rei­fe er­langt ha­ben, so­wie Flücht­lin­ge sol­len kei­ne Ge­büh­ren zah­len. Nach Be­rech­nun­gen des Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­ums sol­len so 2017 rund fünf Mil­lio­nen Eu­ro in die Lan­des­kas­se flie­ßen. Im Jahr 2022 sei­en es wohl 39 Mil­lio­nen Eu­ro.

Ge­büh­ren fürs Zweit­stu­di­um: Wer ein ab­ge­schlos­se­nes Ba­che­lor-Stu­di­um hat und ein wei­te­res be­ginnt oder nach ei­nem Mas­terAb­schluss ei­nen zwei­ten Mas­ter­Stu­di­en­gang auf­nimmt, soll ab 2017/18 pro Se­mes­ter 650 Eu­ro zah­len. Wer sein Stu­di­en­fach le­dig­lich wech­selt, soll eben­so ver­schont blei­ben wie je­ne Stu­den­ten, die zwei Ab­schlüs­se für ihr Be­rufs­ziel brau­chen – et­wa Kie­fer­chir­ur­gen. Da­durch sol­len wei­te­re 900 000 Eu­ro für 2017 und zu­sätz­lich sechs Mil­lio­nen Eu­ro 2022 zu­sam­men­kom­men.

Ver­wal­tungs­ge­büh­ren: Par­al­lel zum Ge­setz­ent­wurf sol­len die Ver­wal­tungs­ge­büh­ren für al­le Stu­den­ten von 60 auf 70 Eu­ro pro Se­mes­ter stei­gen. Das soll wei­te­re fünf Mil­lio­nen Eu­ro bis 2022 ein­brin­gen. (kab)

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