Hen­ning trifft zum Re­mis

DFB-Team über­zeugt beim 1:1 ge­gen Nor­we­gen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - SPORT -

CHEM­NITZ (dpa/sz) - Die deut­schen Fuß­bal­le­rin­nen ha­ben zum Ab­schluss ih­res Er­folgs­jahrs ei­nen Sieg ver­passt. Trotz ei­ner über­zeu­gen­den Leis­tung ka­men die Olym­pia­sie­ge­rin­nen am Di­ens­tag in Chem­nitz nur zu ei­nem 1:1 (1:1) ge­gen den al­ten Ri­va­len Nor­we­gen. Eu­ro­pas „Fuß­bal­le­rin des Jah­res“, Ada He­ger­berg, hat­te die Gäs­te nach 13 Mi­nu­ten in Front ge­bracht. Jo­se­phi­ne Hen­ning ge­lang in der 32. Mi­nu­te per Kopf mit ih­rem ers­ten Län­der­spiel-Tor der Aus­gleich. Da­mit blieb Bun­des­trai­ne­rin St­ef­fi Jo­nes auch in ih­rer fünf­ten Par­tie un­be­siegt.

„Wir wuss­ten, dass mit Nor­we­gen ein star­ker Geg­ner kommt“, sag­te die Nach­fol­ge­rin von Er­folgs­trai­ne­rin Sil­via Neid. „Wir hat­ten auch gu­te Chan­cen. In der ers­ten Halb­zeit hat­ten wir sehr vie­le Ab­stim­mungs­feh­ler, die zwei­te Halb­zeit hat mir bes­ser ge­fal­len. Wir sind auf ei­nem gu­ten Weg, aber noch längst nicht da, wo wir hin­wol­len.“

Jo­nes, die die Par­tie als wich­ti­gen Test auf die EM 2017 in den Nie­der­lan­den an­sah, muss­te auf 13 Spie­le­rin­nen ver­zich­ten, et­wa die ver­letz­te Münch­ner Olym­pia­sie­ge­rin Me­la­nie Leupolz aus Ratzenried. Dem DFBTeam war an­zu­mer­ken, dass es so noch nie zu­sam­men­spiel­te. Vie­le Ab­stim­mungs­feh­ler präg­ten das Spiel vor der Pau­se. So er­ging es Hen­ning beim Ge­gen­tor. Sie ver­stol­per­te vor dem ei­ge­nen Straf­raum, He­ger­berg hat­te we­nig Mü­he, den Pat­zer zu nut­zen. „Beim Ge­gen­tor ha­be ich nicht gut aus­ge­se­hen. Ich bin froh, dass ich es noch wett­ma­chen konn­te“, sag­te die 1:1-Schüt­zin vom FC Ar­senal. Nach dem Rück­stand spiel­ten die DFB-Frau­en ih­re Vor­tei­le aus. Bis zur Straf­raum­gren­ze sah das Spiel ge­fäl­lig aus, doch der letz­te Pass kam nicht an.

De­büt der Frei­bur­ge­rin Si­mon

Nach der Pau­se wech­sel­te Jo­nes durch. Da­bei fei­er­te die Frei­bur­ge­rin Ca­ro­lin Si­mon ihr De­büt. Ihr Team spiel­te wei­ter nach vorn, kam zu ei­ni­gen Chan­cen, nutz­te sie aber nicht. Im­mer wie­der wur­de ver­sucht, An­ja Mit­tag in Po­si­ti­on zu brin­gen. „Wir hat­ten vie­le Feh­ler im Auf­bau. Das müs­sen wir bei der EM bes­ser ma­chen“, sag­te die ge­bür­ti­ge Chem­nit­ze­rin, die erst­mals nach 17 Jah­ren wie­der in ih­rer Hei­mat­stadt spiel­te.

Glück hat­te das deut­sche Team, als die Nor­we­ge­rin­nen ein Miss­ver­ständ­nis zwi­schen Ca­ro­li­ne Bre­mer und Tor­hü­te­rin Al­muth Schult nicht nutz­ten. Die Deut­schen tra­fen durch Fe­li­ci­tas Rauch (82.) noch die Lat­te.

FOTO: DPA

Freu­te sich übers ers­te Län­der­spiel­tor: Jo­se­phi­ne Hen­ning.

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