Kli­ni­ken stel­len ge­mein­sa­mes Lun­gen­kom­pe­tenz­zen­trum vor

Ober­schwa­ben­kli­nik und Wald­burg-Zeil-Kli­ni­ken in­for­mie­ren über Dia­gnos­tik und The­ra­pi­en bei Lun­gen­er­kran­kun­gen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WANGEN -

RAVENSBURG/WAN­GEN (sz) - Die Ober­schwa­ben­kli­nik (OSK) und die Wald­burg-Zeil Kli­ni­ken (WZK) ha­ben ih­re jah­re­lan­ge Ko­ope­ra­ti­on wei­ter aus­ge­baut. In ei­ner Ver­an­stal­tung ha­ben füh­ren­de Ärz­te bei­der Kli­nik­ver­bün­de das neue ge­mein­sa­me Kom­pe­tenz­zen­trum vor­ge­stellt. Wie die OSK be­rich­tet, ste­hen die Dia­gnos­tik und die The­ra­pie von so­ge­nann­ten Lun­gen­rund­her­den im Mit­tel­punkt.

Lun­gen­er­kran­kun­gen zäh­len zu den häu­figs­ten To­des­ur­sa­chen welt­weit. In die Not­auf­nah­me am Kran­ken­haus St. Eli­sa­beth (EK) kom­men täg­lich acht bis zehn Pa­ti­en­ten, die über Atem­not kla­gen, heißt es. Das sei­en 2500 Pa­ti­en­ten je­des Jahr. Da die Ur­sa­chen die­ses Sym­ptoms sehr viel­schich­tig sein kön­nen, be­darf es ei­ner kom­pe­ten­ten Ab­klä­rung. „In 90 Pro­zent der Fäl­le kön­nen wir durch ein­fa­che Maß­nah­men schnell die rich­ti­ge Dia­gno­se stel­len und vie­le Be­hand­lun­gen am EK durch­füh­ren“, er­klärt Rolf Axt, Ober­arzt der Kli­nik für In­ne­re Me­di­zin.

Zur Dia­gnos­tik ge­hör­ten das ärzt­li­che Ge­spräch, die kör­per­li­che Un­ter­su­chung, La­bor­wer­te, EKG und Rönt­gen­bild. In un­kla­ren Fäl­len wür­den wei­te­re dia­gnos­ti­sche Un­ter­su­chun­gen wie Com­pu­ter-To­mo­gra­phie (CT), Ma­gnet-Re­so­nanz-To­mo­gra­phie (MRT) oder PET-CT durch­ge­führt. Da­bei wür­den un­ter an­de­rem auch Schat­ten auf der Lun­ge, so­ge­nann­te Rund­her­de, ent­deckt. „50 Pro­zent sind gut­ar­tig, 50 Pro­zent bös­ar­tig“, er­klärt Chef­arzt Mar­tin Heu­schmid.

Um ei­ne ein­deu­ti­ge Dia­gno­se zu stel­len, tau­schen sich die Ärz­te ver­schie­de­ner Fach­rich­tun­gen bei­der Kli­nik­ver­bün­de über Te­le­ra­dio­lo­gie aus, heißt es in der Mit­tei­lung wei­ter. Ge­mein­sam wer­de für je­den Pa­ti­en­ten ein in­di­vi­du­el­ler The­ra­pie­plan ent­wi­ckelt. Die OSK am EK ver­fü­ge über High-Tech-Ge­rä­te in der Dia­gnos­tik. „Das PET-CT ist un­ver­zicht­bar bei Pa­ti­en­ten mit Ver­dacht auf Lun­gen­krebs. Pro­fes­sor Heu­schmid und sein Team sind für uns sehr wich­ti­ge Part­ner, eben­so wie die In­ter­nis­ten von Gün­ther Wie­de­mann und Kar­dio­lo­gen um Flo­ri­an See­ger“, er­klärt Chris­ti­an M. Käh­ler, Chef­arzt der Kli­nik für Pneu­mo­lo­gie bei WZK in Wan­gen. Auf der an­de­ren Sei­te sei die Lun­gen­fach­kli­nik in Wan­gen ein über­re­gio­nal an­er­kann­tes Kom­pe­tenz­zen­trum für schwer er­krank­te Pa­ti­en­ten mit Lun­gen­er­kran­kun­gen. Sie ver­fü­gen über ein noch brei­te­res Spek­trum in der Dia­gnos­tik und Be­hand­lung als die OSK-Ärz­te. Die Ärz­te Al­win Nu­ber und Ro­bert Scheu­bel stell­ten an die­sem Abend ope­ra­ti­ve Mög­lich­kei­ten der Fach­kli­nik vor.

FO­TO: OSK

Die Chef­ärz­te Pro­fes­sor Gün­ther J. Wie­de­mann (OSK, rechts) und Pro­fes­sor Chris­ti­an M. Käh­ler er­läu­tern die Vor­zü­ge des ge­mein­sa­men Kom­pe­tenz­zen­trums.

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