„3+2“-Re­ge­lung greift nicht

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - SEITE DREI -

Fir­men­chefs be­rich­ten im­mer wie­der von Fäl­len, in de­nen die Aus­län­der­be­hör­den das In­te­gra­ti­ons­ge­setz des Bun­des igno­rie­ren. Da­rin ist die „3+2“-Re­ge­lung ent­hal­ten: Asyl­be­wer­ber, selbst ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber mit Dul­dungs­sta­tus, sol­len ei­ne drei­jäh­ri­ge Leh­re ab­sol­vie­ren und an­schlie­ßend zwei Jah­re im Land blei­ben dür­fen. Sol­che Pla­nungs­un­si­cher­hei­ten hiel­ten Fir­men da­von ab, Flücht­lin­ge als Aus­zu­bil­den­de ein­zu­stel­len, sagt El­mar Häus­ler von der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer Hoch­rhein-Bo­den­see, ob­wohl das In­ter­es­se vor­han­den sei. Ähn­lich ar­gu­men­tiert Achim Dercks vom Deut­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK): „Wir be­nö­ti­gen ei­ne rich­ti­ge ,3+2’-Re­ge­lung, um Be­trie­ben und jun­gen Flücht­lin­gen Si­cher­heit zu ge­ben“, sagt er. Wer ei­ne drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung ab­sol­vie­re, dür­fe nicht ab­ge­scho­ben wer­den – und auch nach der Leh­re soll­ten die jun­gen Fach­kräf­te für min­des­tens zwei Jah­re wei­ter be­schäf­tigt wer­den dür­fen. (mö)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.