Hö­he­re Si­cher­heits­vor­keh­run­gen beim Ru­ten­fest

Ru­ten­fest­kom­mis­si­ons­chef kün­digt Ver­schär­fung an – De­tails sol­len ge­heim blei­ben

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - OBERSCHWABEN - Von Bernd Ad­ler

RAVENSBURG - Auf­grund der Häu­fung von ter­ro­ris­ti­schen Atta­cken und An­schlä­gen in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit wer­den die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen am Ra­vens­bur­ger Ru­ten­fest in die­sem Jahr er­höht.

Die Per­so­nen­kon­trol­len wer­den in die­sem Jahr aus­ge­dehnt und „ver­fei­nert“, sag­te Die­ter Graf, der Vor­sit­zen­de der Ru­ten­fest­kom­mis­si­on (RFK), bei der jüngs­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­eins. „Wei­te­re Si­cher­heits­vor­keh­run­gen sind ge­plant“, so Graf. Da­zu ge­hört auch, dass es nicht nur beim Ein­lass zu Ver­an­stal­tun­gen Ta­schen­kon­trol­len ge­ben wird wie bis­her, son­dern dass der­ar­ti­ge Über­prü­fun­gen auch spon­tan auf dem Fest­ge­län­de denk­bar sind.

Ein­zel­hei­ten über die ge­plan­ten Ve­rän­de­run­gen nann­te Die­ter Graf nicht. Um die Si­cher­heits­la­ge zu ver­bes­sern, wür­den „De­tails nicht in den Me­di­en be­kannt ge­ge­ben“. An die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on, die das Ru­ten­fest im Auf­trag der Stadt Ravensburg ver­an­stal­tet, ap­pel­lier­te der Vor­sit­zen­de: „Zei­gen Sie Zi­vil­cou­ra­ge. Schau­en Sie ge­nau hin.“Im Zwei­fels­fall sol­le man sich lie­ber ein­mal mehr an die Po­li­zei wen­den als ein­mal zu we­nig. Ganz ab­ge­se­hen vom The­ma Si­cher­heit kön­nen sich die Ra­vens­bur­ger auf ein Ru­ten­fest im ge­wohn­ten Rah­men ein­stel­len. Gro­ße Än­de­run­gen im Fest­ab­lauf gibt es kei­ne. Le­dig­lich der Fro­he Auf­takt am Sams­tag auf dem Ma­ri­en­platz wird et­was an­ders aus­se­hen. Hin­ter­grund sind die Bau­ar­bei­ten an der Ma­ri­en­platz­tief­ga­ra­ge. Sie sor­gen da­für, dass das Fest­ge­län­de beim Auf­takt ver­klei­nert wer­den muss; die Ab­sper­run­gen wer­den be­reits bei der Evan­ge­li­schen Stadt­kir­che auf­ge­stellt. Da­her ist beim Auf­takt auch nur Platz für drei Büh­nen mit Mu­sik­ka­pel­len.

Die­ter Graf dank­te aus­drück­lich den Teil­neh­mern des dies­jäh­ri­gen Wap­pen­schie­ßens. Nun sei die­ser Wett­be­werb „ge­ret­tet“. Da­mit geht ein jah­re­lan­ger Kon­flikt zu En­de, der mit der Ein­füh­rung der Ge­mein­schafts­schu­le 2012/13 be­gann. Denn da die Kin­der und Ju­gend­li­chen beim Ru­ten­fest ge­trennt nach Schul­ar­ten schie­ßen, gab es bis da­to für die neue Form der Ge­mein­schafts­schu­le kei­nen pas­sen­den Wett­be­werb. Erst im Ju­ni hat­ten die Bar­ba­ra-Böhm- und Kup­pel­nau­schu­le zu­ge­stimmt, dass ih­re Schü­ler in die­sem Jahr am Wap­pen­schie­ßen, ehe­mals der Wett­be­werb der Haupt­schü­ler, teil­neh­men wer­den.

„Ganz be­son­ders freut mich, dass auch die Kup­pel­nau da­bei ist, da­mit ist der Wett­be­werb kom­plett“, sag­te He­ri­bert Boß­let, zwei­ter RFK-Vor­sit­zen­der. Die Kup­pel­nau­schu­le hat­te sich bis zu­letzt ge­gen ei­ne Teil­nah­me am Wap­pen­schie­ßen ge­sperrt.

ARCHIVFOTO: RO­LAND RASEMANN

Wenn Ravensburg sein Ru­ten­fest fei­ert, dann muss auch ge­währ­leis­tet sein, dass nichts Schlim­mes pas­siert. Die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen sol­len da­her in die­sem Jahr er­neut ver­schärft wer­den.

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