Ca­pel­la­ro reist zum Iron­man nach Ha­waii

Tri­ath­let der SG Niederwangen schafft Qua­li­fi­ka­ti­on bei Eu­ro­pa­meis­ter­schaft in Frankfurt

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGIONALSPORT -

FRANKFURT (sz) - Tho­mas Ca­pel­la­ro darf bei der Iron­man-WM auf Ha­wai star­ten. Der Tri­ath­let der SG Niederwangen schaff­te die Qua­li­fi­ka­ti­on bei sei­ner ers­ten Lang­dis­tanz in Frankfurt, wo die Eu­ro­pa­meis­ter­schaft statt­fand. Dies teilt der Ver­ein mit.

Am 9. Ju­li fiel der Start­schuss für die Iron­man-Eu­ro­pa­meis­ter­schaft in Fr­an­furt am Main. Nach neun­mo­na­ti­ger Vor­be­rei­tung konn­te es Tho­mas Ca­pel­la­ro laut SGN kaum er­war­ten, sei­ne Form über die Dis­tanz von 3,8 Ki­lo­me­ter Schwim­men, 180 Ki­lo­me­ter Rad und ei­nes ab­schlie­ßen­den Ma­ra­thons un­ter Be­weis zu stel­len. Das Schwim­men mit kur­zem Land­gang fand im Lan­ge­ner Wald­see, et­was au­ßer­halb von Frankfurt, statt. Der Sport­ler der SG Niederwangen ord­ne­te sich im vor­de­ren Feld der Star­ter ein und konn­te gleich zu Be­ginn ein flot­tes Tem­po an­schwim­men, das er bis zum Land­gang bei­be­hielt. Ge­gen En­de der ers­ten Dis­zi­plin mach­te der Nie­der­wan­ge­ner noch ei­ni­ge Plät­ze gut und stieg mit ei­ner sehr guten Zeit von ex­akt 52 Mi­nu­ten aus dem See.

Ziel „un­ter neun St­un­den“er­reicht

Der ers­te Wech­sel ver­lief rei­bungs­los, und am An­fang der Rad­stre­cke galt es für den SGN-Ath­le­ten, kein zu ho­hes Tem­po an­zu­schla­gen. Au­ßer­dem ach­te­te Tho­mas Ca­pel­la­ro auch auf ei­ne kon­ti­nu­ier­li­che Koh­len­hy­drat­auf­nah­me, da die­se bei ei­ner der­art lan­gen Be­las­tung ei­ne ent­schei­den­de Rol­le spielt. „Nach der ers­ten von zwei Ra­d­run­den fühl­ten sich die Bei­ne noch lo­cker an“, so Ca­pel­la­ro. In der zwei­ten 90-Ki­lo­me­ter­schlei­fe konn­te der Nie­der­wan­ge­ner das Tem­po ge­gen En­de so­gar noch stei­gern und so be­en­de­te er das Rad­fah­ren mit ei­ner Zeit von 4:39 St­un­den.

Mitt­ler­wei­le hat­te es in der Frank­fur­ter In­nen­stadt über 30 Grad, und es war kaum ein Hauch von Frisch­luft zu spü­ren. Das Här­tes­te soll­te jetzt noch fol­gen: ein Ma­ra­thon über vier Run­den ent­lang des Main­ufers. Tho­mas Ca­pel­la­ro hat­te beim Lau­fen ins­ge­heim mit ei­ner Zeit von drei St­un­den ge­rech­net, al­ler­dings wuss­te er, dass dies wohl an die­sem hei­ßen Tag nicht mach­bar war. Je­de der Was­ser­stel­len nutz­te der SGN-Tri­ath­let, um Flüs­sig­keit auf­zu­neh­men und sei­nen Kör­per her­un­ter­zu­küh­len. Ca­pel­la­ro woll­te sei­ne an­ge­peil­te Ge­samt­zeit von un­ter neun St­un­den auf je­den­fall ins Ziel brin­gen. Das war auch mit ei­ner Ma­ra­thon­zeit von über drei St­un­den noch gut mach­bar.

„In Run­de vier wuss­te ich ge­nau, dass es heu­te für ei­ne Zeit un­ter der ma­gi­schen Neun-St­un­den­gren­ze rei­chen wird. Noch ein­mal über den Main und dann war es nur noch ein schlap­per Ki­lo­me­ter bis ins Ziel am Frank­fur­ter Rö­mer“, so der Sport­ler der SG Niederwangen. Den Ein­lauf konn­te Ca­pel­la­ro dann in vol­len Zü­gen ge­nie­ßen und war mit ei­ner Zeit von 8:47:58 St­un­den mehr als zu­frie­den. Dies be­deu­te­te nicht nur den 27. Ge­samt­platz der knapp 3000 Star­ter, son­dern auch Platz drei in der Al­ters­klas­se M 30 und so­mit die Qua­li­fi­ka­ti­on für die le­gen­dä­re Iron­man-Welt­meis­ter­schaft auf Ha­waii am 14. Ok­to­ber die­sen Jah­res.

FO­TO: SGN

Tho­mas Ca­pel­la­ro beim ab­schlie­ßen­den Ma­ra­thon.

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