Pol­ni­sche Dich­te­rin Julia Hart­wig ge­stor­ben

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - KULTUR -

WAR­SCHAU (dpa) - Die pol­ni­sche Dich­te­rin Julia Hart­wig ist tot. Sie starb nach An­ga­ben des Schrift­stel­ler­ver­bands SPP be­reits am Frei­tag, we­ni­ge Wo­chen vor ih­rem 96. Ge­burts­tag, in Penn­syl­va­nia. Die Au­to­rin und Über­set­ze­rin zahl­rei­cher Ge­dicht­bän­de galt als „gro­ße al­te Da­me der pol­ni­schen Ly­rik“. Ihr deut­sches De­büt er­schien erst spät, im Jahr 2013, un­ter dem Ti­tel „Und al­les wird er­in­nert“im Ver­lag Neue Kri­tik. Ih­re ers­ten Dich­tun­gen hat­te Hart­wig be­reits mit 17 Jah­ren ver­öf­fent­licht.

Als Über­set­ze­rin aus dem Fran­zö­si­schen und Eng­li­schen über­trug sie Ge­dich­te von Guil­lau­me Apol­li­nai­re, Ro­bert Bly und Ma­ri­an­ne Moo­re ins Pol­ni­sche. Da­für er­hielt sie vie­le Aus­zeich­nun­gen. Hart­wig war am 14. Au­gust 1921 in Lu­blin als Toch­ter ei­nes pol­ni­schen Fo­to­gra­fen und ei­ner Rus­sin zur Welt ge­kom­men. Sie war mit dem Ly­ri­ker Ar­tur Mied­zyrz­e­cki ver­hei­ra­tet, der 1996 starb.

Der pol­ni­sche Prä­si­dent An­drzej Du­da wür­dig­te ih­re Un­ter­stüt­zung für die de­mo­kra­ti­sche Op­po­si­ti­on vor der Wen­de von 1989. „Als ei­ne ed­le Per­son, die emp­find­sam war für die Schön­heit und das Gu­te, hat sie im­mer die geis­ti­ge Frei­heit ver­tei­digt“, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung des Bü­ros des na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven Po­li­ti­kers.

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