Kei­ne hö­he­re Ent­las­tung bei So­zi­al­bei­trä­gen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

KASSEL (dpa) - Die bis­he­ri­gen Bei­trä­ge für El­tern in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung sind rech­tens. Das hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in Kassel am Don­ners­tag ent­schie­den. Laut den Rich­tern ist es le­gi­tim, wenn der Ge­setz­ge­ber die Kin­der­er­zie­hung nicht in Form von nied­ri­ge­ren Bei­trä­gen be­rück­sich­tigt, son­dern durch Leis­tun­gen aus­gleicht. Da­zu ge­hör­ten et­wa kos­ten­lo­se Schu­len und die An­rech­nung von Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten. Die Klä­ger wol­len nun vor das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zie­hen.

Ge­klagt hat­ten zwei El­tern­paa­re aus Frei­burg. Sie hat­ten ge­for­dert, nur die Hälf­te der Bei­trä­ge in die ge­setz­li­che Kran­ken- und Ren­ten­ver­si­che­rung so­wie Pfle­ge­ver­si­che­rung zu zah­len oder sie zu re­du­zie­ren. Die El­tern be­rie­fen sich auf ein Ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts von 2001. Durch das wa­ren die Bei­trä­ge in der Pfle­ge­ver­si­che­rung für Kin­der­lo­se ge­stie­gen. Das Ge­richt hat­te den Ge­setz­ge­ber be­auf­tragt, auch an­de­re So­zi­al­ver­si­che­run­gen zu prü­fen. „Fa­mi­li­en wer­den schwerst be­nach­tei­ligt“, sag­te ein An­walt der El­tern. Die Un­ge­rech­tig­keit müs­se auf der Bei­trags­sei­te – al­so durch nied­ri­ge­re Ab­ga­ben – aus­ge­gli­chen wer­den. Das Ge­richt sah das an­ders: Der Be­schluss zur Pfle­ge­ver­si­che­rung sei nicht 1:1 auf die Ren­ten­ver­si­che­rung über­trag­bar.

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