Ket­ten­sä­gen-An­grei­fer nach Groß­fahn­dung ge­fasst

Po­li­zei will heu­te De­tails zur Fest­nah­me des 50-Jäh­ri­gen nen­nen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - JOURNAL - Von Chris­tia­ne Oel­rich

SCHAFFHAUSEN (dpa) - Fahn­dung er­folg­reich: Am Tag nach dem Ket­ten­sä­gen-An­griff in Schaffhausen hat die Schwei­zer Po­li­zei den Tä­ter fest­ge­nom­men. Wie die Po­li­zei am Di­ens­tag­abend mit­teil­te, wur­de der 50-Jäh­ri­ge in Thal­wil süd­lich von Zü­rich ge­fasst. Wie der Mann die rund 60 Ki­lo­me­ter vom Tat­ort bis nach Thal­wil zu­rück­ge­legt hat, blieb zu­nächst of­fen. Auch Ein­zel­hei­ten zur Fest­nah­me nann­te die Po­li­zei nicht. Sie will erst heu­te Vor­mit­tag nä­he­re An­ga­ben ma­chen.

„Ent­war­nung: Tat­ver­däch­ti­ger im Kan­ton Zü­rich ge­fasst“, teil­te die Po­li­zei am Abend mit. Sie hat­te den Mann zu­nächst in der Nä­he des Tat­orts bei Schaffhausen in Wald­ge­bie­ten ver­mu­tet. Dort soll der psy­chisch auf­fäl­li­ge Ein­zel­gän­ger vor der Tat ge­haust ha­ben. Die Po­li­zei hat­te die Men­schen tags­über auf­ge­ru­fen, Wäl­der zu mei­den, so­lan­ge der Mann nicht ge­fasst war. Er galt als ge­fähr­lich und mög­li­cher­wei­se be­waff­net.

Der we­gen Ver­stö­ßen ge­gen Waf­fen­ge­set­ze vor­be­straf­te Mann war am Mon­tag mit lau­fen­der Ket­ten­sä­ge in Schaffhausen in ei­ne Fi­lia­le sei­ner Kran­ken­kas­se ge­stürmt und hat­te dort zwei Mit­ar­bei­ter ver­letzt. Ein Op­fer des An­griffs war nach An­ga­ben der Po­li­zei am Di­ens­tag noch im Kran­ken­haus. Das zwei­te Op­fer wur­de leicht ver­letzt.

Die Fahn­dung lief nach der Tat auf Hoch­tou­ren, vor al­lem in der Nä­he des Tat­orts im deutsch-schwei­ze­ri­schen Grenz­ge­biet. Auch die deut­sche Po­li­zei hielt nach dem Mann Aus­schau. Kin­der, die sich in Schaff­hau­sens Um­ge­bung für Fe­ri­en­frei­zei­ten im Wald an­ge­mel­det hat­ten, muss­ten am Di­ens­tag auf ein Al­ter­na­tiv­pro­gramm wech­seln. Die Be­hör­den sag­ten die Pro­gram­me ab.

Nach Zei­tungs­be­rich­ten war der Mann we­gen Tra­gens ei­ner Waf­fe in der Öf­fent­lich­keit schon ein­mal be­straft wor­den. Auch ein Elek­tro­schock-Ge­rät sei in sei­nem Be­sitz ein­mal si­cher­ge­stellt wor­den, so die Schwei­zer Zei­tung „Blick“.

Au­ßer den An­ge­grif­fe­nen hat­ten auch zwei Kun­den der Kran­ken­kas­se ei­nen Schock er­lit­ten, ein Mensch wur­de bei dem Po­li­zei­ein­satz leicht ver­letzt. Die be­trof­fe­ne Kran­ken­kas­se hat­te aus Si­cher­heits­grün­den meh­re­re Fi­lia­len ge­schlos­sen und an­de­re mit Wach­leu­ten ge­schützt.

FO­TO: AFP

Die Po­li­zei hat­te mit ei­nem Groß­auf­ge­bot nach dem Tä­ter ge­fahn­det und ein Wald­stück na­he Schaffhausen ab­ge­sucht.

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