Eu­ro­pa ist ein­ge­schla­fen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - MEINUNG & DIALOG -

Die slo­wa­ki­sche Zei­tung „Sme“warnt vor ei­ner neu­en Flücht­lings­kri­se in Eu­ro­pa: „Ita­li­en kämpft mit ei­ner enor­men Flücht­lings­wel­le, aber die eu­ro­päi­schen Nach­barn hel­fen nicht: Frank­reich hat die Gren­zen ge­schlos­sen, Ös­ter­reich droh­te da­mit, die Ar­mee an die Gren­ze zu schi­cken, und vom groß­zü­gi­gen Bei­trag der Vi­se­gra­dLän­der ist ganz zu schwei­gen. Da­bei wür­de es ge­nü­gen, wenn Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan in der Tür­kei schlecht ge­schla­fen hät­te und sich ent­schei­den wür­de, An­ge­la Mer­kel mit dem Öff­nen der Flücht­lings­la­ger zu be­stra­fen – das wür­de Eu­ro­pa zer­rei­ßen. Des­halb ist es ge­ra­de­zu un­glaub­lich, dass Eu­ro­pa zwei Jah­re nach der gro­ßen Flücht­lings­kri­se an­schei­nend wie­der ein­ge­schla­fen ist. Es gibt kein Netz in­ter­na­tio­na­ler Auf­nah­me­zen­tren und kein funk­tio­nie­ren­des Ver­tei­lungs­sys­tem. Das Er­geb­nis sind Hun­dert­tau­sen­de Men­schen un­ter ent­setz­li­chen Be­din­gun­gen in Grie­chen­land und Ita­li­en.“

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