Ul­rich Tu­kur nun auch ein Sech­zi­ger

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - KULTUR -

RA­VENS­BURG (ba­mi) - Die Mu­sik ist ihm die liebs­te der Küns­te, die er be­herrscht. Doch am be­kann­tes­ten ist Ul­rich Tu­kur, der ge­ra­de an sei­nem drit­ten Er­zäh­lungs­band schreibt, als Schau­spie­ler. Seit der Ent­de­ckung durch Pe­ter Za­dek nach der Aus­bil­dung in Stutt­gart hat Ul­rich Tu­kur ei­ne sen­sa­tio­nel­le Karriere hin­ge­legt, ge­stal­te­te an den gro­ßen Häu­sern die größ­ten Rol­len. Es dau­er­te nicht lan­ge, bis Film und Fern­se­hen auf den Cha­rak­ter­dar­stel­ler auf­merk­sam wur­den.

Tu­kur spiel­te und spielt, was ihm in­ter­es­sant er­scheint: den Ter­ro­ris­ten Andre­as Baa­der oder den Wehr­machts­ge­ne­ral Rom­mel, Of­fi­zie­re der SS oder der Sta­si, Wi­der­stands­kämp­fer wie Bon­hoef­fer oder den Se­ri­en­mör­der in Ne­le Neu­haus’ Tau­nus­kri­mi und den „Tat­ort“- Kom­mis­sar Fe­lix Mu­rot. Am 29. Ju­li 1957 ist Tu­kur als Ul­rich Ger­hard Scheur­len im hes­si­schen Vi­ern­heim ge­bo­ren. Doch fei­ern wird der Grün­der und Band­lea­der der Grup­pe „Die Rhyth­mus Boys“wohl nicht, wie sei­ne zwei­te Frau, die Fo­to­gra­fin Kat­ha­ri­na John ver­riet. Ihr Mann has­se Ge­burts­ta­ge. Tu­kur, der aus ers­ter Ehe zwei Töch­ter hat, die bei ih­rer Mut­ter in den USA le­ben, for­mu­lier­te es in ei­nem In­ter­view we­sent­lich un­ver­blüm­ter: „Jetzt bin ich bald 60, und das ist schei­ße.“

FO­TO: BORIS ROESSLER

Wird heu­te 60 Jahre alt: Ul­rich Tu­kur.

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