Kran­ken­haus Lindau fühlt sich gut be­ur­teilt

As­kle­pios ver­weist auf gu­te Er­geb­nis­se der Pa­ti­en­ten­be­fra­gung der Tech­ni­ker­kran­ken­kas­se

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - REGION -

LINDAU (dik) - Wäh­rend an­de­re – dar­un­ter auch die Lin­dau­er Zei­tung – aus den Er­geb­nis­sen ei­ner Pa­ti­en­ten­um­fra­ge der Tech­ni­ker-Kran­ken­kas­se (TKK) für das Lin­dau­er Kran­ken­haus eher schlech­te Wer­te ab­ge­le­sen ha­ben, kom­men Ärzt­li­cher Di­rek­tor Ul­rich Schöf­fel und Ge­schäfts­füh­rer Andre­as Fi­scher zu ganz an­de­ren Er­geb­nis­sen. Denn im Ver­gleich zu an­de­ren Kli­ni­ken der Re­gi­on schnei­de Lindau bes­ser ab.

Ei­gent­lich wä­re es Chef­arzt Schöf­fel am Liebs­ten, es wür­de sol­che Pa­ti­en­ten­be­fra­gun­gen nicht ge­ben und wenn doch, sie wür­den nicht ver­öf­fent­licht. Denn er fragt sich, wel­ches Bild sich er­gibt, wenn nicht mal ein Pro­zent der Pa­ti­en­ten des Lin­dau­er Kran­ken­hau­ses die 40 Fra­gen der TKK be­ant­wor­tet hat. An­ge­sichts von fast 6500 Pa­ti­en­ten, die Ärz­te der As­kle­pios Kli­nik Lindau im ver­gan­ge­nen Jahr sta­tio­när be­han­delt ha­ben und fast 11 000, die am­bu­lant be­han­delt wur­den, hält Schöf­fel die Er­geb­nis­se des­halb für we­nig aus­sa­ge­kräf­tig.

Aber wenn man sie schon ver­öf­fent­licht, dann soll­te man sie sei­ner Mei­nung nach auch in den rich­ti­gen Rah­men stel­len. Und dann schnei­de das Lin­dau­er Kran­ken­haus bei­spiels­wei­se im Be­reich Be­hand­lungs­zu­frie­den­heit mit ei­nem Wert von 83,7 über­durch­schnitt­lich ab, denn Tett­nang, Lindenberg, Wan­gen, Friedrichshafen, Kemp­ten oder Ra­vens­burg lie­gen un­ter die­sem Wert.

In an­de­ren Be­rei­chen gibt es je­weils nur zwei Kran­ken­häu­ser, wel­che die Pa­ti­en­ten bes­ser be­wer­tet ha­ben: Bei der me­di­zi­nisch-pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung, bei In­for­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on, Or­ga­ni­sa­ti­on und Un­ter­brin­gung so­wie der Pa­ti­en­ten­si­cher­heits­kul­tur sind das je­weils Tett­nang und Lindenberg. Die an­de­ren Kli­ni­ken der Re­gi­on schnei­den auch da schlech­ter ab.

Wo­bei die Un­ter­schie­de nicht groß sind. Schöf­fel ver­weist au­ßer­dem auf die Tat­sa­che, dass Pa­ti­en­ten sich of­fen­bar grund­sätz­lich in klei­ne­ren Häu­sern woh­ler füh­len als in gro­ßen, denn deutsch­land­weit sind Pa­ti­en­ten in klei­nen Kran­ken­häu­sern laut die­ser Be­fra­gung of­fen­bar zu­frie­de­ner als sol­che in gro­ßen Kli­ni­ken. Schöf­fel sieht das An­se­hen des Lin­dau­er Kran­ken­hau­ses stei­gen. „Ins­ge­samt hat es sich ge­bes­sert in den letz­ten fünf bis sechs Jah­ren“, sagt der Ärzt­li­che Di­rek­tor im Ge­spräch mit der Lin­dau­er Zei­tung. Das zei­gen auch die Er­geb­nis­se der haus­ei­ge­nen Be­fra­gun­gen. Das macht Schöf­fel auch stolz, denn man se­he ja auch an po­li­ti­schen Dis­kus­sio­nen, dass Lin­dau­er kri­ti­scher sind als Be­woh­ner an­de­rer Städ­te der Re­gi­on.

FO­TO: ARCHIV

Beim Lin­dau­er Kran­ken­haus fühlt man sich gut be­wer­tet – fin­den Chef­arzt und Ge­schäfts­füh­rer.

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