Das sagt der Rechts­bei­stand der Nach­ba­rin

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - GEMEINDEN -

In dem Streit um die Hö­he der ge­mein­sa­men He­cke steht mehr­mals Aus­sa­ge ge­gen Aus­sa­ge. In den Ge­sprä­chen mit bei­den Be­tei­lig­ten merkt man schnell, dass die Si­tua­ti­on sehr ver­fah­ren ist und sich bei­de gar nicht grün sind. Die Nach­ba­rin selbst will sich nicht zu der An­ge­le­gen­heit äu­ßern. Sie ver­weist an ih­re An­wäl­te. Ei­ner von ih­nen sagt, dass sich sei­ne Man­dan­tin seit je­her im­mer an die Vor­schrif­ten des Be­bau­ungs­plans ge­hal­ten ha­be und die He­cke je­des Jahr auf 1,20 Me­ter zu­rück­ge­schnit­ten ha­be. Der Nach­bar ha­be das nicht ge­tan. Sei­ner Man­dan­tin ge­he es nur um die Ein­hal­tung des Be­bau­ungs­plans und der „nach­bar­schüt­zen­den Norm“, al­so dem Grund­satz der nach­bar­schaft­li­chen Rück­sicht­nah­me. Die­ser Grund­satz ver­pflich­tet zur Rück­sicht­nah­me auf die schutz­wür­di­gen In­ter­es­sen des an­de­ren so­wie zu ei­nem red­li­chen und so­zia­len Ver­hal­ten. Wer­de da­ge­gen ver­sto­ßen, sei das ein Tat­be­stand. Ein wei­te­res An­walts­bü­ro war eben­falls mit dem Fall be­traut. Hier heißt es, dass von den Be­hör­den nicht über ei­ne He­cke ent­schie­den wer­den dür­fe, die nur teil­wei­se im Ei­gen­tum von Nach­bar A. sei. Die He­cke sei vor vie­len Jah­ren ver­mes­sen wor­den, das be­stä­ti­gen bei­de Sei­ten: Al­ler­dings zi­tie­ren bei­de Par­tei­en un­ter­schied­li­che Er­geb­nis­se, Nach­bar A. sagt, dass die He­cke je zur Hälf­te auf den Grund­stü­cken steht, Nach­ba­rin B. sagt, dass die He­cke fast voll­stän­dig auf ih­rem Grund­stück ste­he. (mek)

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