Blue­sound Pul­se Mi­ni

Stereoplay - - Inhalt - Klaus Lau­mann

Das The­ma Au­di­o­qua­li­tät stand bei Blue­sound von Be­ginn an im Mit­tel­punkt. Nicht zu­letzt des­halb ge­nießt die Mar­ke, die wie NAD zur ka­na­di­schen Len­brook- Grup­pe ge­hört, auch in HiFi- Krei­sen be­reits ei­nen aus­ge­zeich­ne­ten Ruf. Blue­sound und NAD ar­bei­ten eng zu­sam­men; als Kern­tech­no­lo­gie nut­zen bei­de Mar­ken BluOS, ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge Strea­m­ing- Soft­ware, die ur­sprüng­lich ein­mal von NAD ent­wi­ckelt wur­de und nun von Blue­sound ver­mark­tet wird.

Das Pul­se Mi­ni ge­hört zu je­nen All- in- One- Ge­rä­ten, die in ei­nem mo­der­nen Haus­halt das „ gu­te al­te“Kü­chen­ra­dio er­set­zen. Da­bei hat das Pul­se Mi­ni mit ei­nem Kü­chen­ra­dio nicht mehr viel ge­mein­sam. Ein 89-mm- Tief­tö­ner und zwei 50-mm- Breit­band­trei­ber, die von ins­ge­samt 60 Watt Ver­stär­ker­leis­tung an­ge­trie­ben wer­den, las­sen schon er­ah­nen, wie viel Po­ten­zi­al in der klei­nen Kis­te steckt, die durch ein pa­ten­tier­tes Dop­pel­kam­mer­ge­häu­se und ei­ne di­gi­ta­le Ent­zer­rung ih­ren akus­ti­schen Fein­schliff er­hält.

Das Herz des Ge­rä­tes ist ein mit 1 GHz ge­tak­te­ter ARM Cor­tex A9 MPCo­re: ein 32-BitMi­kro­pro­zes­sor, auf dem un­ter an­de­rem di­ver­se Smart­pho­nes und Ta­blets ba­sie­ren. Bei so viel Re­chen­leis­tung bleibt am En­de kaum ein Wunsch un­er­füllt. Das Pul­se Mi­ni ver­ar­bei­tet HiResAu­dio­da­ten bis 24 Bit/ 192 kHz und exo­ti­sche Da­ten­for­ma­te wie Opus, ein Au­dio- Co­dec mit be­son­ders ge­rin­ger La­tenz, das bis­lang um­strit­te­ne MQA und so­gar Dol­by Di­gi­tal. Zu­dem sind vie­le In­ter­net- ba­sier­te Di­ens­te, dar­un­ter meh­re­re Web­ra­dio- Por­ta­le und al­le gro­ßen Strea­m­ing- An­bie­ter integriert.

Auf dem neu­es­ten Stand

Im Test gab sich das Pul­se Mi­ni kei­ne Blö­ße. Wie von BluOSGe­rä­ten ge­wohnt, lie­fen die Netz­werk- An­bin­dung und die Be­die­nung per App rei­bungs­los. Es gab noch ein au­to­ma­ti­sches Up­date, be­vor die Box los­leg­te und ei­ne ein­drucks­vol­le Vor­stel­lung dar­bot. Für ei­nen so klei­nen Laut­spre­cher lie­fer­te sie ein er­staun­lich gro­ßes Klang­bild mit ei­nem ge­schickt kon­trol­lier­ten Bass­be­reich, der auch bei ho­hem Pe­gel ab­so­lut sau­ber und per­fekt kon­tu­riert er­scheint und nicht an Gren­zen stößt. Da­mit ist der Pul­se Mi­ni nicht nur ei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Kü­chen­ra­dio, son­dern auch zu vie­len Kom­pakt­bo­xen.

Wo­her kommt der Ton? Über die App las­sen sich zwei Pul­se Mi­ni zu ei­nem Ste­reo- Paar kop­peln, die Ka­nal­zu­wei­sung ist sim­pel.

Beim Pul­se Mi­ni sind auch die An­schlüs­se „ mi­ni“. Es gibt ei­nen hy­bri­den Ana­log/ Di­gi­tal- Ein­gang in Form ei­ner 3,5- mm- Kom­bi­buch­se und ei­ne Mi­ni­k­lin­ke für Kopf­hö­rer, die Mi­ni- USB- Buch­se dient zu Ser­vice- Zwe­cken.

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