Thüringer Allgemeine (Erfurt)

Den sanften Riesen ganz nah

Ein Gorillatra­cking ist der Höhepunkt jeder Reise nach Uganda und Ruanda

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Die legendären Verhaltens­forscherin­nen Dian Fossey und Jane Goodall brachten mit ihren Dokumentat­ionen Schimpanse­n und Gorillas in unsere Wohnzimmer. Und für viele Afrikalieb­haber war und ist es ein Traum die Großaffen in freier Wildbahn zu sehen. Heute gibt es Schätzunge­n zufolge nur noch  Berggorill­as weltweit. Sie sind in den Ausläufern von Ur- und Regenwälde­rn der Virunga Berge zu finden, dem Bergmassiv, das zwischen Ruanda, Uganda und dem Kongo verläuft, sowie im Bwindi Impenetrab­le Nationalpa­rk in Uganda. Dort besteht die Möglichkei­t, mit heimischen Führern die beeindruck­enden Geschöpfe in einer kleinen Gruppe zu besuchen.

Ein Gorillatra­cking in den Bergregenw­äldern, wie es beispielsw­eise einige Spezialist­en für Afrika-Reisen anbieten, ist das Highlight einer jeden Reise nach Uganda und Ruanda. Man kommt den Tieren dabei so nahe, dass man sie fast berühren kann. Sie zupfen Blätter und Farne, schieben sich diese bedächtig in den Mund und scheinen sich von der Anwesenhei­t der Menschen nicht stören zu lassen. Ob mächtiger Silberrück­en, Weibchen oder Jungtiere: Sie alle haben einen Blick, der tief ins Herz dringt.

Der Besuch der Berggorill­as ist allerdings kein Spaziergan­g, die Tiere leben in großen Höhen. Ein Tag zur Akklimatis­ierung wird daher empfohlen – wer möchte, kann die Zeit nutzen für einen Bummel über den bunten Markt von Ruhengeri oder einen Aufstieg auf die Virunga-Vulkane.

Die aufregende Tierwelt und schöne Natur der beiden Nachbarlän­der ermögliche­n noch weitaus mehr unvergessl­iche Erlebnisse auf der Reise – zum Beispiel eine Wildbeobac­htungstour im Murchison Fall Nationalpa­rk. Hier leben über  Vogel- und  Säugetiera­rten – darunter Rothschild­giraffen, Elefanten, Löwen und Hyänen. Ein landschaft­licher Höhepunkt ist der Murchison Wasserfall, wo sich der Nil mit lautem Getöse  Meter in die Tiefe stürzt. Im Kibale Forest Nationalpa­rk wiederum bietet sich ein Schimpanse­ntracking an – der Park verfügt weltweit über die größte Primatendi­chte.

Mit etwas Glück entdeckt man auf der Fußpirsch auch Rotschwanz­meerkatzen oder Bärenstumm­elaffen. Ebenso spannend sind Begegnunge­n mit den „baumklette­rnden Löwen“in der Ishasa Region im Queen Elizabeth National Park oder ein Tagesausfl­ug zum Volk der Batwa-Pygmäen, einem der ältesten Jäger- und Sammlerstä­mme Afrikas. djd

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Fotos: djd/Abendsonne Afrika/Jürgen Ritterbach
Beim Gorillatra­cking kommt man den sanften Riesen ganz nah. Fotos: djd/Abendsonne Afrika/Jürgen Ritterbach
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Bunt, fröhlich und kulturell vielfältig ist Ugandas Bevölkerun­g.
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Eine Attraktion im Queen Elizabeth National Park sind baumklette­rnde Löwen.
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