Wertinger Zeitung

Familiensp­aßf zwei Rädern

15. Donautal-Radelspaß Burgau war am Wochenende das Zentrum de tourismus. Von der Markgrafen­stadt aus starten tausende Radler auf gut ausgeschil­derten Strecken durch den nördlichen Landkreis Grg und in den Nachbarlan­dkreis. Wo es nächstes Jahr stattfinde­t

- VON BERNHARD WEIZENEGGE­R UND PETER WIESER (TEXTE UND FOTOS)

Burgau/Landkreis

Schon eine ganze Weile vor Beginn des 15. Donautal-Radelspaße­s herrsche bei der Zentralver­anstaltung bei der Burgauer Grundschul­e am Sonntag reger Betrieb. Die größte Radveranst­altung in ganz Schwaben will Natur, Kultur und Genuss unter einen Hut bringen – der Radelspaß sei die Veranstalt­ung schlechthi­n, sagen Landrat Hubert Hafner und Dillingens Landrat Leo Schrell in ihren Grußworten. „Ein tolles Ereignis in der Region – was gibt es Schöneres als in der Natur zu radeln“, schließen sich Burgaus Bürgermeis­ter Konrad Barm und Christian Blümm von Hauptspons­or Erdgas Schwaben an.

Also: Gemeinsam vor der Bühne ein bisschen aufwärmen und ab an den Start. Entweder die 13 Kilometer lange AOK-Familienru­nde über Mindelalth­eim und Konzenberg, oder die mittlere Runde über Limbach, Wettenhaus­en und Jettingen. Richtig zur Sache geht es bei der 62-Kilometer-Strecke über Dürrlauing­en nach Aislingen und über den Holzwinkel, Freihalden und Jettingen wieder zurück. Erst einmal für die kurze Strecke haben sich die Familien Enzler und Wohnhas aus Burgau entschiede­n. Für Familien mit Kindern sind sie ideal. „Wir haben Premiere und sind das erste Mal dabei“, sagen sie. Überhaupt sind zahlreiche Familien, Gruppen und Teams unter den Teilnehmer­n. Das Burgauer Osswald- sowie das Flowers and More-Team gehen auf die mittlere Tour und kommen damit auch pünktlich zur Fahrradseg­nung: Nach dem Gottesdien­st segnet Pfarrer Soni Abraham im Wettenhaus­er Klosterhof die vielen Räder. „Toll, wenn man sieht, was die Leute entlang der Strecke so bieten“, sagt Lothar Kempfle vom Veranstalt­er Donautal-Aktiv. Während bei der Zentralver­anstaltung auf der Showbühne ein abwechslun­gsreiches Programm und zahlreiche Informatio­nen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Entspannun­g geboten sind, warten entlang der Strecken zahlreiche Aktionen und allerlei Kulinarisc­hes, teilweise mit Blasmusikb­egleitung, auf die Radler. Ob im Arboretum in Freihalden, beim Torflehrpf­ad in

Jettingen oder bei Ebersbach, rgibt Burgaus Bürgermeis­ter der Verein Bündnis Mensch unrad Barm das symbolisch­e Rapaß-Fahrrad Natur auf die Natur aufmerks an Wertingens macht – es gibt viel zu erlebeeite­n Bürgermeis­ter Johann „Traumhaft, entlang der Feldwell. und Waldwege zu radeln“, meernhard, Ferdinand und Benet Dieter Seibold aus Burgau. wollen unbedingt nach Mindeleim.

Etwas Pech dagegen habenDie drei Brüder radeln mit Böse und Florian Einsiedler mit in Eltern Ulla und Andreas von rem Tandem: Erst löst sich ein Pte und steigen dort in die lange ndstrecke Donautal L über 62 ometer ein. „Wir sind bestimmt on zum zehnten Mal beim Radelß dabei“, sagt Papa Andreas. weil machen die Buben unter

dal, dann folgt auch noch ein PlaAnhieb die Scheiben. fuß. Dafür sind sie Bei Dentatann geht es steil den Berg hinauf vom Eichberg, dem Burgauer Rhtung Dürrlauing­en. Aber wo es terpoeten gut aufgehoben: Derf geht, ist ja auch die Abfahrt zählt, während Abu’s mobiler Fahht weit. Aufmuntern­de Sprüche radservice das Tandem wieder„gleich ist es geschafft“oder Gang setzt. Seine schwäbisch­00 Meter bis zum Pitstop“ste„Versla“vereinen „Kultur und Ran solchen Steigungen. Und so paratur“, wie die beiden Tandeie Strecke für manch Ungeübten fahrer schmunzeln­d bemerken.on eine konditione­lle Herausforu­ng.

Dem 15. Radelspaß folgt im koDarum tut es gut, wenn die menden Jahr der 16., nämlichlne­hmer alle paar Kilometer an der Zentralver­anstaltung in Wertir der 25 Raststatio­nen essen und gen. Am Ende der Veranstalt­u ken können. Die örtlichen Ver

Toll, wenn man sieht, was d Leute entlang der Strecke alles bieten.

Lothar Kempfle von Donautal-A

eine haben sich unendlich viel Arbeit gemacht, den 15. Donautal-Radelspaß zu einer erfolgreic­hen Veranstalt­ung zu machen und sich in bester Weise zu präsentier­en.

Früh am Vormittag bereits eine Fischsemme­l oder frittierte­s Karpfenfil­et – für manchen Radfahrer, der bereits eine Anfahrt bis Burgau zurückgele­gt hat, ist das kein Problem. Immerhin werden beim emsigen Treten in die Pedale jede Menge Kalorien verbraucht. Kulinarisc­h ist für jeden etwas dabei: Ob Burger vom selbst gezogenen Angusrind der Familie Neidlinger in Baumgarten oder der Schweineha­ls am Feuerwehrh­aus in Holzheim: Seit fünf Uhr am Morgen liegen etwa 75 Kilogramm Fleisch im selbst gebauten Smoker von Daniel Müller. Feuerwehr und Brezgabar sind nicht nur im gleichen Vereinshei­m untergebra­cht, sie stemmen mit etwa 50 Helfern die Bewirtung der hungrigen Gäste. Es hat sich herumgespr­ochen, dass die Holzheimer eine Delikatess­e anbieten. Darum ist gegen 13 Uhr nur noch etwa ein Drittel des Fleisches übrig.

Der Anstieg danach hat es wieder in sich: Auf Schotter geht es hinauf, zwischen Mais und Sonnenblum­en. Glückliche­rweise ist es kühl, die Sonne würde den eingewachs­enen Weg in einen Backofen verwandeln. Mancher Radfahrer geht da lieber zu Fuß – außer die Pedelec-Fraktion. Der Anteil der Räder mit elektrisch­em Zusatzmoto­r nimmt deutlich zu. Spielerisc­h leichtfüßi­g strampeln die modernen Mountainbi­kes über die Steinpiste hinweg.

Wenig später fallen die ersten Tropfen. In Waldkirch wird es Schnürlreg­en und in Winterbach schüttet es. Wer da innerhalb von zwei Minuten nicht unter ein Dach flüchten kann, ist nass bis auf die Unterhose. Der guten Stimmung macht das keinen Abbruch. Tapfer wird weitergera­delt und immer wieder gibt es wärmende Getränke und selbst gebackenen Kuchen.

Die ganze große Runde schaffen dann nur die Frühaufste­her oder Unerschroc­kenen. Fazit: Eine tolle Veranstalt­ung für alle Generation­en, die bei besserem Wetter alle belohnt: Bis zum nächsten Jahr in Wertingen.

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 ??  ?? So wie Familie Mayrböck aus Zusamalthe­im radelten am Sonntag viele Teilnehmer auf den gut ausgeschil­derten und teilweise gesperrten Strecken des 15. Donautal-Radelspaß urgau aus führten drei Rundkurse durch den nördlichen Landkreis Günzburg und in den benachbart­en Landkreis Dillingen.
So wie Familie Mayrböck aus Zusamalthe­im radelten am Sonntag viele Teilnehmer auf den gut ausgeschil­derten und teilweise gesperrten Strecken des 15. Donautal-Radelspaß urgau aus führten drei Rundkurse durch den nördlichen Landkreis Günzburg und in den benachbart­en Landkreis Dillingen.
 ??  ?? Nach der Zentralver­anstaltung mit Aufwärmrun­de am Sonntagvor­mittag gingen die Teilnehmer auf die Runden. Die beiden Landräte Hubert Hafner und Leo Schrell, Bauministe­r Hans Reichhart, Bürgermeis­ter Konrad Barm und Kollegen waren vorne dabei.
Nach der Zentralver­anstaltung mit Aufwärmrun­de am Sonntagvor­mittag gingen die Teilnehmer auf die Runden. Die beiden Landräte Hubert Hafner und Leo Schrell, Bauministe­r Hans Reichhart, Bürgermeis­ter Konrad Barm und Kollegen waren vorne dabei.
 ??  ?? Die 25 Musikanten der Blaskapell­e Glött unterhielt­en die Gäste im wetterfest­en Zelt vor Regens Wagner bis 15 Uhr mit einem großen Repertoire.
Die 25 Musikanten der Blaskapell­e Glött unterhielt­en die Gäste im wetterfest­en Zelt vor Regens Wagner bis 15 Uhr mit einem großen Repertoire.
 ??  ?? Bürgermeis­ter Konrad Barm übergibt das Radelspaß-Fahrrad an Wertingens Zweiten Bürgermeis­ter Johann Bröll. Dort findet 2020 der 16. Donautal-Radelspaß statt.
Bürgermeis­ter Konrad Barm übergibt das Radelspaß-Fahrrad an Wertingens Zweiten Bürgermeis­ter Johann Bröll. Dort findet 2020 der 16. Donautal-Radelspaß statt.
 ??  ?? In Aislingen kam die große Runde zur Markt- und Gewerbesch­au. Dort war viel geboten, wie hier die Oldtimersc­hau mit verschiede­nen Kategorien.
In Aislingen kam die große Runde zur Markt- und Gewerbesch­au. Dort war viel geboten, wie hier die Oldtimersc­hau mit verschiede­nen Kategorien.
 ??  ?? Wochenlang bereiteten sich am Hof der Familie Neidlinger in Baumgarten Robin, Martina, Niklas, David und Georg (von links) auf das Ereignis vor.
Wochenlang bereiteten sich am Hof der Familie Neidlinger in Baumgarten Robin, Martina, Niklas, David und Georg (von links) auf das Ereignis vor.
 ??  ?? In Mindelalth­eim probierte Familie Geißler aus Konzenberg Bogenschie­ßen aus.
In Mindelalth­eim probierte Familie Geißler aus Konzenberg Bogenschie­ßen aus.
 ??  ?? Daniel Müller von der Holzheimer Feuerwehr mit seinem riesigen Smoker.
Daniel Müller von der Holzheimer Feuerwehr mit seinem riesigen Smoker.
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 ??  ?? Im Klosterhof in Wettenhaus­en segnete Pfarrer Soni Abraham nach dem Gottesdien­st die Fahrräder.
Im Klosterhof in Wettenhaus­en segnete Pfarrer Soni Abraham nach dem Gottesdien­st die Fahrräder.
 ??  ?? Sie waren natürlich ebenfalls mit von der Partie: Die Erdgas Schwaben-Maskottche­n Eisi, Effi und Erni zusammen mit unserer Zeitungsen­te Paula Print.
Sie waren natürlich ebenfalls mit von der Partie: Die Erdgas Schwaben-Maskottche­n Eisi, Effi und Erni zusammen mit unserer Zeitungsen­te Paula Print.
 ??  ?? Für einen richtigen Radler gibt es kein schlechtes Wetter. So sah es zumindest die Gruppe aus Aislingen. Ob farbenfroh oder luftig: Regenschut­z war wichtig.
Für einen richtigen Radler gibt es kein schlechtes Wetter. So sah es zumindest die Gruppe aus Aislingen. Ob farbenfroh oder luftig: Regenschut­z war wichtig.
 ??  ?? Einmal etwas anderes: Daniela und Franz Rosenfelde­r aus Mindelalth­eim auf einem sogenannte­n Hase Pino Tandem während des Halts im Kloster Wettenhaus­en.
Einmal etwas anderes: Daniela und Franz Rosenfelde­r aus Mindelalth­eim auf einem sogenannte­n Hase Pino Tandem während des Halts im Kloster Wettenhaus­en.
 ??  ?? Trotz Panne hatten Jannis und Ole gut Lachen: Papa Sven konnte es selbst reparieren. Die Familie aus Lauingen ist jedes Jahr mit dabei.
Trotz Panne hatten Jannis und Ole gut Lachen: Papa Sven konnte es selbst reparieren. Die Familie aus Lauingen ist jedes Jahr mit dabei.
 ??  ?? Peter Lausmann aus Attenhofen gewann einen Einkaufsgu­tschein.
Peter Lausmann aus Attenhofen gewann einen Einkaufsgu­tschein.
 ??  ?? Allerlei Originelle­s gab es ebenfalls: der Drahtesel von Gottfried Süß in Jettingen.
Allerlei Originelle­s gab es ebenfalls: der Drahtesel von Gottfried Süß in Jettingen.
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