Zu­rück nach Spa­ni­en

Staats­ge­richts­hof folgt An­trag der Staats­an­walt­schaft

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Staats­ge­richts­hof for­dert in Ar­gen­ti­ni­en die Aus­lie­fe­rung des frü­he­ren Stadt­rats Fernán­dez

Mar­bel­la – df. Der Staats­ge­richts­hof folgt dem vor ei­ni­gen Ta­gen ge­stell­ten An­trag der Staats­an­walt­schaft und for­dert von Ar­gen­ti­ni­en die Aus­lie­fe­rung von Car­los Fernán­dez nach Spa­ni­en. Der am 15. Sep­tem­ber in Ri­va­da­via in der Pro­vinz San Juan fest­ge­nom­me­ne ehe­ma­li­ge Stadt­rat Mar­bel­las, der elf Jah­re lang vor der spa­ni­schen Jus­tiz ge­flüch­tet war, soll sich im Fall „Saqueo 2“ver­ant­wor­ten. Nach An­sicht des Ge­richts sind die De­lik­te wie Ver­un­treu­ung von öf­fent­li­chen Gel­dern und Do­ku­men­ten­fäl­schung, für die sich Fernán­dez ver­ant­wor­ten muss, noch nicht ver­jährt. Au­ßer­dem war­ten auf den ge­fass­ten Jus­tiz­flücht­ling zi­vil­recht­li­che For­de­run­gen zu­guns­ten von Mar­bel­las Stadt­ver­wal­tung in Hö­he von 7,8 Mil­lio­nen Eu­ro.

En­de ver­gan­ge­ner Wo­che hat­te An­to­nio Fernán­dez, der Bru­der und An­walt von Car­los Fernán­dez, im In­ter­view mit spa­ni­schen Tageszeitungen und TV-Ma­ga­zi­nen er­klärt, „dass es kei­nen Zwei­fel dar­an gibt, dass al­le De­lik­te, die Car­los zur Last ge­legt wer­den, ver­jährt sind“. Der frü­he­re stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter von Mar­bel­la hat­te über sei­ne Ver­tei­di­ger ei­ne Aus­lie­fe­rung in sein Hei­mat­land mit der Be­grün­dung ab­ge­lehnt, in Ar­gen­ti­ni­en ei­ne Fa­mi­lie ge­grün­det und sess­haft ge­wor­den zu sein.

Bis die ar­gen­ti­ni­schen Be­hör­den über den An­trag ent­schei­den, will die Staats­an­walt­schaft von Mála­ga al­le wei­te­ren Ver­fah­ren, in die Car­los Fernán­dez ver­wi­ckelt ist, zu­sam­men­tra­gen und auf ei­ne mög­li­che Ver­jäh­rung hin über­prü­fen. An ver­schie­de­nen Ge­rich­ten in Mar­bel­la sind bis­lang rund ein Dut­zend Fäl­le re­gis­triert.

Fo­to: EFE

Car­los Fernán­dez be­fin­det sich zur­zeit in ar­gen­ti­ni­scher Haft.

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