Har­te Kon­kur­renz

Ta­xi­un­ter­neh­men kri­ti­sie­ren die Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men Ca­bi­fy und Uber

Costa del Sol Nachrichten - - Erste Seite -

Ta­xi­fah­rer der Pro­vinz Málaga be­fürch­ten Kun­den­rück­gän­ge we­gen Uber und Ca­bi­fy

Málaga – mit. Seit dem 5. Ju­ni gibt es ne­ben den klas­si­schen Ta­xis und Ca­bi­fy mit Uber ei­nen neu­en Big-Play­er im Be­för­de­rungs­sek­tor. Sehr zum Un­wohl der Ta­xi­fah­rer. Sie kri­ti­sie­ren, dass die Stadt Málaga ins­ge­samt 796 Li­zen­zen an die tech­nisch bes­ser auf­ge­stell­ten und or­ga­ni­sier­ten Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men Ca­bi­fy und Uber ver­ge­ben hat. Das ent­spricht ei­nem Drit­tel der Li­zen­zen, die an klas­si­sche Ta­xi­fah­rer aus­ge­hän­digt wur­den. Selbst in gro­ßen Städ­ten wie Ma­drid ist das Ver­hält­nis mit eins zu vier und in Bar­ce­lo­na mit eins zu zwölf deut­lich grö­ßer.

Die Ta­xi­fah­rer be­fürch­ten des­halb mit­tel­fris­tig ei­nen Rück­gang ih­rer Kun­den­zah­len. Mit drei Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men steigt aber auch der Wett­be­werb un­ter den Fir­men. Die Prei­se wer­den güns­ti­ger. Der Kun­de ist im Krieg zwi­schen den Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men der kla­re Ge­win­ner.

Pros und Kon­tras der Fir­men

Es gibt aber den­noch Un­ter­schie­de zwi­schen den Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men. Ta­xis ha­ben zum Bei­spiel das Recht, an al­len mög­li­chen Punk­ten in­ner­halb ih­rer durch die Li­zenz ver­ein­bar­ten Zo­ne Kun­den ab­zu­ho­len und zu trans­por­tie­ren. Sie dür­fen au­ßer­dem an wich­ti­gen Kno­ten­punk­ten par­ken und auf Kun­den war­ten, et­wa am Flug­ha­fen. Für vie­le Kun­den ist es des­halb an­ge­nehm, das Flug­haf­en­ter­mi­nal zu ver­las­sen und di­rekt in ein Ta­xi zu stei­gen.

Die neu­en Be­för­de­rungs­un­ter­neh­men Ca­bi­fy und Uber dür­fen nicht an den gut po­si­tio­nier­ten Ta- xi­stän­den des Flug­ha­fens par­ken und auch sonst nir­gend­wo Kun­den von der Stra­ße auf­grei­fen. Die Fah­rer von Ca­bi­fy und Uber dür­fen Kun­den nur dann trans­por­tie­ren, wenn die­se vor der Fahrt über die On­line-Platt­for­men des je­wei­li­gen An­bie­ters ei­nen Ver­trag ab­ge- schlos­sen ha­ben, zu ei­ner be­stimm­ten Zeit von ei­nem be­stimm­ten Ort zu ei­nem an­de­ren be­stimm­ten Ort trans­por­tiert zu wer­den. Da­für wie­der­um gibt es kei­ne fest­ge­leg­ten Zo­nen für Ca­bi­fy und Uber. Für al­le Un­ter­neh­men gibt es al­so Vor- und Nach­tei­le.

Fo­to: Micha­el Tram­pert

Auf den Web­sei­ten von Uber und Ca­bi­fy kann man ein­fach ein Trans­port­mit­tel zu ei­ner be­stimm­ten Zeit bu­chen.

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