Prüg­ler von Baar muss in sta­tio­nä­re Be­hand­lung

BAAR. Auf of­fe­ner Stras­se hat ein Mann in Baar ei­ne Frau ver­letzt. Nun ver­häng­te das Straf­ge­richt ei­ne sta­tio­nä­re Mass­nah­me.

20 Minuten - Luzern - - Luzern/Region -

Ei­ne ge­schlos­se­ne sta­tio­nä­re Be­hand­lung hat das Zu­ger Straf­ge­richt für den Prüg­ler von Baar an­ge­ord­net. Die­ser hat­te im letz­ten Au­gust in Baar an der Dorf­stras­se ei­ne Frau at­ta­ckiert und mit­tel­schwer ver­letzt. Auch ei­nes der drei Kin­der, mit de­nen die Frau un­ter­wegs war, wur­de ver­letzt (20 Mi­nu­ten be­rich­te­te). Das Straf­ge­richt be­fin­det ein Gut­ach­ten für schlüs­sig, das dem Mann ei­ne Schuld­un­fä­hig­keit we­gen ei­ner pa­ra­no­iden Schi­zo­phre­nie zu­ge­steht, schreibt die «Zu­ger Zei­tung». Bis sein Ge­sund­heits­zu­stand bes­ser wird, muss der Mann in ei­ne ge­schlos­se­ne sta­tio­nä­re Be­hand­lung. Der An­ge­klag­te hat­te ei­ne am­bu­lan­te Be­hand­lung ge­for­dert. We­gen der ho­hen Rück­fall­ge­fahr sei dies aber nicht mög­lich. «Das ist eben kein Wunsch­kon­zert», sag­te der Rich­ter.

Für das Straf­ge­richt ist klar: Be­züg­lich der Frau sei der Tat­be­stand der ver­such­ten schwe­ren Kör­per­ver­let­zung ge­ge­ben und be­züg­lich de­ren Stief­toch­ter je­ner der ver­such­ten ein­fa­chen Kör­per­ver­let­zung. We­gen sei­ner Schi­zo­phre­nie sei sein Ver­hal­ten je­doch nicht schuld­haft. Bis die Mass­nah­me be­ginnt, muss der Mann in Si­cher­heits­haft blei­ben. Das Ur­teil ist noch nicht rechts­kräf­tig. Be­reits vier Jah­re vor dem An­griff tra­fen die Frau und ihr Le­bens­part­ner den Mann erst­mals: Da­mals hat­te er sie in ei­nem Re­stau­rant grund­los an­ge­grif­fen. Da­nach ha­be er Dro­hun­gen ge­schickt und die Stief­toch­ter auf dem Schul­weg an­ge­rem­pelt. Die Fa­mi­lie fühl­te sich des­we­gen be­droht.

PO­LI­ZEI ZG

Der An­ge­klag­te hat­te im Au­gust 2017 an der Dorf­stras­se in Baar ei­ne Frau an­ge­grif­fen.

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