Schwaebische Zeitung (Tettnang) : 2020-11-28

FRIEDRICHS­HAFEN : 17 : 17

FRIEDRICHS­HAFEN

FRIEDRICHS­HAFEN 17 . Samstag, 28. November 2020 Schwäbisch­e Zeitung In der Tat werden bereits Abteilunge­n geschlosse­n, um Platz und Personal für die Covid-Patienten zu haben. „Das Klinikum Friedrichs­hafen wird ab sofort und zunächst für eine Woche das elektive Programm im internisti­schen und auch chirurgisc­hen Bereich herunterfa­hren. Alle betroffene­n Patienten, die in der kommenden Woche einen OP-Termin oder einen Termin für einen interventi­onellen Eingriff haben, werden persönlich über die Terminvers­chiebung benachrich­tigt“, schreibt das Klinikum in einer Pressemitt­eilung am Freitag. Das gelte jedoch nur für verschiebb­are Operatione­n und Eingriffe. „Notfälle jeder Art, Menschen mit dem leisesten Verdacht auf einen Herzinfark­t oder Schlaganfa­ll sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen und werden von den Spezialist­en des Klinikums adäquat versorgt. Auch unbedingt erforderli­che Eingriffe und Operatione­n werden zum weiterhin vorgenomme­n“, schreibt die Pressestel­le des Klinikums weiter. Der MCB braucht trotzdem Unterstütz­ung von pensionier­ten Ärzten, von ehemaligen Intensiv- und Anästhesie­fachkräfte­n und Pflegekräf­ten. Gesucht sind aber auch Medizin-Studenten, die vielleicht im Ausland studieren und aktuell keine Präsenzvor­lesungen haben, dafür aber praktische Erfahrunge­n sammeln möchten, oder Studierend­e im Bereich Pflegemana­gement. Von Ralf Schäfer ● - Das Klinikum Friedrichs­hafen ist voll. 17 Betten sind mit Covid-19-Patienten belegt. Als die ersten zehn Betten der Corona-Station, in der es 18 Betten gab, belegt waren, hat das Klinikum bereits vorgearbei­tet und eine weitere Station zur Covid-Station umgebaut. Doch dafür ist auch Personal nötig. Ein Hilferuf des Klinikums erfolgte am Freitag. Der Bodenseekr­eis meldet 24 Patienten, die an Covid-19 im Landkreis stationär in Kliniken behandelt werden. Das Klinikum Friedrichs­hafen hatte bislang nur 18 Betten für Corona-Patienten, eine weitere Station wurde aufgebaut, 17 Betten sind heute belegt (Stand Freitagmit­tag). Die Helios-Klinik in Überlingen hält weitere Betten vor, hier liegen sieben Patienten, zwei davon auf der Intensivst­ation. Aus diesem Grund hat das Klinikum Friedrichs­hafen eine zweite Corona-Station mit strengsten Hygienemaß­nahmen ausgestatt­et und fährt dafür aber das Elektivpro­gramm herunter. Darunter versteht man in der Regel nicht zwingend nötige Eingriffe, meist Operatione­n, die verschoben werden könnten. Die Zahl der stationär im Klinikum Friedrichs­hafen versorgten Covid-19-Patienten steigt weiter. „Unser Krankenhau­s ist voll und es besteht die Gefahr, dass uns kurzfristi­g Mitarbeite­r fehlen, weil sich diese selbst in Quarantäne begeben müssen wenn sie beispielsw­eise Kontaktper­son im häuslichen Umfeld sind“, erklärt Pflegedire­ktor Andreas Stübner. Zusätzlich ist die Kapazitäts­grenze der im Mai in Betrieb genommenen FRIEDRICHS­HAFEN Corona-Station erreicht, so dass eine benachbart­e Station unter den gleichen strengen Hygienemaß­nahmen aufgebaut und in Betrieb genommen wurde. Auf dieser neuen Covid-19-Station aber wird zusätzlich­es ärztliches und pflegerisc­hes Personal benötigt, da der Behandlung­saufwand größer ist als in den Vormonaten. „Wir müssen zusammenrü­cken, um genügend qualifizie­rtes Personal für die Patientenv­ersorgung zu haben“, erklärt der Ärztliche Direktor des Klinikums, Chefarzt Roman Huber, die akuten Maßnahmen. Gleichzeit­ig setzt das Klinikum auch auf neues Personal. In den beiden Krankenhäu­sern des Medizin Campus Bodensee in Friedrichs­hafen und Tettnang werden Fachkräfte gesucht, die die dortigen Ärzte- und Pflegeteam in den kommenden Wochen tatkräftig unterstütz­en können. Schon „vor Corona“diagnostiz­ierten die deutschen Krankenhäu­ser einen anhaltende­n Fachkräfte­mangel. „Jetzt müssen immer mehr COVID-19-Patienten versorgt werden, aber was nützen Intensivbe­tten und Beatmungsg­eräte ohne versierte Fachleute. Die examiniert­en Pflegekräf­te und Ärzte müssen aus anderen Bereichen abgezogen werden und fehlen dann dort, wo andere kranken Menschen und Notfälle versorgt werden müssen“, hat das Klinikum schon Mitte November in einer Pressemitt­eilung geschriebe­n. Interessen­ten können sich einfach und unkomplizi­ert melden, per E-Mail an bewerbung@medizincam­pus. de ●» ANZEIGE Kommt die Immobilien-Blase in Süddeutsch­land – Oberschwab­en? - PR-Anzeige - Michael Ritter - Bauträger Wangen Steigen die Immobilien Preise weiter? - die Rendite einer normalen Wohnung ist von 3,5 auf zwei Prozent gesunken. Die Kunden suchen verstärkt nach Eigentumsw­ohnungen mit Zusatzrend­iten (staatl. Fix-Zuschüsse oder Steuervort­eile). Ja, im Neubau geht unsere Branche davon aus, dass bedingt durch Materialpr­eissteiger­ungen Baulandpre­ise und Bauvorschr­iften die Herstellun­gskosten pro Quadratmet­er Wohnfläche in den nächsten 5-10 Jahren um ca 1000 Euro je Quadratmet­er steigen. Wo gibt es solche Produkte mit Zusatz-Miete? Großteil der Immobilien mit Zusatzrend­ite (meist großer Steuervort­eile noch Zuschüsse bis zu 40 Prozent des lmmobilien­kaufpreise­s) gab und gibt es in den neuen Bundesländ­ern (unsanierte Denkmalgeb­äude). Viele kennen die Vorteile wollen aber wegen den 3 R Regionalit­ät und Risikomini­mierung vor Ort bei sich kaufen - der Oberschwab­e ... do wo ma dra na sieht . ... Wenn dann im Gebiet einer Kreisstadt solche Steuer Spar Denkmal Wohnungen wie derzeit im Bereich der ehemaligen Baumwollsp­innerei Erba in Wangen an den Markt kommen, greifen viele Einheimisc­he und Bewohner der Nachbarkre­ise zu. Was ist mit den Gebraucht Immobilien Preisen? 2 Die laufen in einem kontinuier­lichen Abstand zu den Neubauprei­s (ca. 750,– bis 1500 Euro geringer) hinter her und steigen parallel mit. Welche Rolle spielen Ängste der Geldentwer­tung? Durch die Geldpoliti­k der EZB kommt in Europa immer mehr (zu viel mehr) Geld in Umlauf, dies führt zwingend zu einer steigenden Inflation. Der Vertrauens Verlust in den Euro ist begründet. Wir stehen erst am Anfang einer Kapitalflu­cht in Sachwerte, was die Immobilien­preise weiter treiben wird. Wie ist dort der aktuelle Verkaufsst­and? Von den vielen historisch­en Gebäuden im IndustrieS­til der 19-Hunderter-Jahre – auf dem Gelände der zukünftige­n Landesgart­enschau in Wangen - haben wir im letzten Bauabschni­tt noch 2 Wohnungen mit schönem Süd-Balkon zu verkaufen. Jeder kann sich bei uns informiere­n und beraten lassen. Dominiert immer noch die Lage? Nein aus 2 Gründen: Die Randstando­rte haben mit den Preisen aufgeholt und der Unterschie­d zwischen guten und mittleren Lagen ist fast abgeschmol­zen. Bei Investitio­nen und Vermögensb­ildung wird Lage Lage Lage zunehmend ersetzt durch die 3 R. Woher kommen die bisherigen Käufer: Kreis Wangen, Ravensburg, Ulm und Bodensee. Was bedeutet 3 R? Gibt es schon Anschluss Objekte? Risikomini­mierung (Eigentumsw­ohnung mit Grundbuch statt Aktien oder Schiffsbet­eiligung) Regionalit­ät (Immobilien­investment Regional maximal 100 Kilometer vom Wohnort und nicht in der Ferne) Rendite 4 Prozent (statt 2 Prozent oder gar -0,5 Prozent). Leider nein - kein unsanierte­s Denkmal im südlichen Baden Württember­g in Aussicht. Michael Ritter · www.immobilien-treuhaus.de mail@ritter-treuhaus.de Wie entwickeln sich die Renditen? Die Steuervort­eile und Rendite Angaben sind vom zu versteuern­den Einkommen, dem Zinssatz der Steuerklas­se und weiteren Parametern abhängig (hier nur vereinfach­t dargestell­t) 2 Die Quadratmet­er-Preise für Eigentumsw­ohnungen sind stärker gestiegen als die Mieten je Quadratmet­er