Kurier (Samstag) : 2018-12-08

IMMO : 58 : 10

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Kapelle Kendlbruck, Salzburg Im Lungau plante Hannes Sampl eine Bergkapelle Auf einer Anhöhe über einer Alm mit mehreren Hütten steht die Bergkapelle Kendlbruck inmitten einer unberührten Berglandschaft im Lungau. Schon von weitem ist die Kapelle vor dem Waldrand zu sehen. Der Salzburger Architekt Hannes Sampl plante das ganz in Holz gehaltene Gebäude. Auf einem Natursteinsockel wurden kunstvoll ineinander verwobene Holzbalken zur Gebäudehülle. Die Kapelle, 2017 fertig gestellt, wirkt wie eine kleine Schatulle. Die auf den ersten Blick schlichte Anmutung täuscht, denn die aufwendige Blockbautechnik schafft eine Vielzahl von wiederkehrenden, schmuckvollen Verschneidungen. Ersatzbau für einen baufälligen Bauernhof: der Leierhof auf 1000 Metern Seehöhe mit prachtvollen Blick in die Hohen Tauern Seethalerhütte, Oberösterreich Dreiplus Architekten bauten über der Dachstein-Südwand Die höchst gelegene Baustelle Oberösterreichs war die Seethalerhütte auf 2740 Metern in den vergangenen zwei Jahren. Seit kurzem ist das beliebte Schutzhaus des Alpenvereins Austria am Dachstein fertig gestellt. Bei der ursprünglich 1929 errichteten Hütte war wegen dem Abtauen des Permafrostes ein gefährlicher Felssprung im Boden entstanden, sodass ein Ersatzbau notwendig wurde. Da es in dieser Höhe notwendig ist, dass Bauten autark funktionieren, plante das Innsbrucker Architekturbüro dreiplus ein modernes Gebäude mit einer Solarfassade und einem mit Rapsöl betriebenen Blockholzkraftwerk. Dach und Fassade sind so gestaltet, dass sie möglichst viel Regenwasser ableiten und in einer Zisterne sammeln. Dazu kommen große Panoramafenster und 22 Schlafplätze. „Das Gebäude ist so kompakt wie möglich und verbraucht so wenig Ressourcen wie möglich, auch in der Nutzung“, so Architektin Doris Hallama. Leierhof auf der Postalm, Salzburg Maximilian Eisenköck errichtete ein Mehrfamilienhaus im alpinen Stil Der alte Leierhof auf der Postalm im Salzbauer Tennengau war schon lange stillgelegt, das Gebäude dem Verfall ausgesetzt. Dann erwarb eine renommierte Biochemikerin die Liegenschaft auf 1000 Metern und entschloss sich, gemeinsam mit dem Wiener Architekten Maximilian Eisenköck einen Ersatzbau für den baufälligen Hof zu errichten. Daraus sind zwei Gebäude entstanden: ein Wohnhaus und ein halb in den Berg gegrabenes Wirtschaftsgebäude, das neben den Räumen für die landwirtschaftlichen Geräte auch ein Labor enthält, in dem mit lokalen Kräutern experimentiert wird. Der Stil des Hauses, das als Mehrgenerationenhaus mit vier Schlafzimmern und vier Bädern geplant ist, lehnt sich an die teils jahrhundertealte und traditionsreiche Architektur der Alpen an. Die Verwendung von Holz beim Rohbau, der Innenverkleidung und der Außenfassade war daher naheliegend. Schutzhütte ohne Klischees: Auf 2740 Metern eröffnete im Herbst die modern gestaltete Seethalerhütte, die nun ganzjährig offen sein wird 10

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