Kurier (Samstag) : 2018-12-08

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Das Sonnwendviertel im 10. Bezirk ist ein gutes Beispiel für geförderten Neubau und intelligente Wohnkonzepte SERVICE-TIPP „Ich finanziere die Wohnung mit einem Kredit. Meine Schulden kann meine Tochter nicht erben, oder?“ Mag. Claire Charim, Notarsubstitutin in Wien Grundsätzlich ist es so, dass ein Erbe auch alle Schulden des Verstorbenen übernimmt. Um aber nicht für Schulden aufkommen zu müssen, die den Wert des Nachlasses übersteigen, sollte sich jeder Erbe vom Notar über die Möglichkeit einer bedingten Erbantrittserklärung beraten lassen. Damit wird nämlich die Haftung für die Schulden begrenzt. Das Erbe kann auch ausgeschlagen werden. Dann haftet der Erbe nicht für die Schulden. Die Eigentumswohnung wäre dann aber auch weg. blickt nach Wien // / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / // „Wien hat anderen Städten viel voraus“ Leilani Farha, UN Sonderbeauftragte, über Wohnraum als Menschenrecht und die Vorbildrolle Wiens Ist es ungewiss, ob und wie viele Schulden ein Verstorbener hinterlässt, sollte das Erbe jedenfalls nur bedingt angenommen werden. Würde die Erbschaft unbedingt angenommen, haftet man mit dem eigenen Vermögen auch für Schulden, die den Wert der Wohnung übersteigen. solche Maßnahmen? KURIER: Was braucht eine Stadt, um ihren Bewohnern gute Wohnqualität zu bieten? Leilani Farha: Die internationalen Menschenrechte besagen, dass Staaten die Verantwortung haben, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Wenn private Entwickler am Immobilienmarkt beteiligt sein sollen, dann müssen Regierungen dafür sorgen, dass diese Investoren im Sinne der Menschenrechte handeln – und dafür sind gesetzliche Regulierungen essenziell. Das ist die Frage des Tages. Dass die jeweiligen Landesvertreter bei „Housing for All“zusammenkommen und eine klare Positionierung zu Wohnen als Menschenrecht einnehmen, ist ein guter Anfang. Dadurch lernen lokale und nationale Regierungen Strategien kennen, die auf diesem Menschenrecht basieren und sehen neue Blickwinkel. Gerade beim Vererben oder Erben von Immobilien hilft eine Beratung beim Notar, wesentliche Punkte im Sinne aller Beteiligten zu klären und festzuhalten. Was können europäische Städte vom Wiener Modell lernen? Leilani Farha, UN Sonderberichterstatterin zum Recht auf Wohnen Wien hat anderen Städten viel voraus. Als Außenseiterin sehe ich das Verständnis, dass Wohnen eine Grundvoraussetzung für gutes Wohlbefinden ist. Auch die Steuerstruktur ist gut, denn das Geld wird direkt in den sozialen Wohnbau investiert. Zudem ist die Sozialpartnerschaft einzigartig. Das Verständnis, dass verschiedene Interessensgruppen zusammengebracht werden müssen, um politische Richtlinien und Gesetze auf den Weg zu bringen, ist sehr fortschrittlich. Jede Stadt in Europa ist einzigartig und hat eigene finanzielle Ressourcen – was bringen einheitliche EU-weite Maßnahmen? Ein Notar / eine Notarin in Ihrer Nähe: www.notar.at beziehen. Ich denke aber, die besten Rahmenbedingungen für die Zukunft werden geschaffen, wenn die Länder zusammenkommen und eine kohäsive Vorgehensweise planen, die kontextuelle Unterscheidungen zulässt. ANZEIGE / Eine Information der ÖGIZIN GmbH Jede Stadt hat ihre Kultur, das stimmt, wir sind in Europa aber mit denselben Problemen konfrontiert. 80 Prozent der Menschen stehen vor explodierenden Wohnkosten und stagnierenden Einkünften. Adäquate Wohnverhältnisse sind ein breiter Ausdruck, dessen Umsetzung sich auf das individuelle Land und dessen Ressourcen Schulden erben? Mehr dazu von Mag. Claire Charim auf Laufend ab Dienstag, 11. Dezember 2018 um 19:00 Uhr Die Wiener Regierung hat vor zwei Wochen gesetzliche Regulierungen für den sozialen Wohnbau beschlossen. Wie wichtig sind

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